Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Was uns die Kunstgeschichte lehrt
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3479782
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3481717
Die deutsche Malerei der jüngsioergangenen Zeit 
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Daß aber die Luft zu fabulieren in Gen1älden an 
sich nnkünstlerisch sei, wird nicht leicht zugeben können, 
wer die gleiche Neigung in den altflorentinischen 
Bildern bewundert und von Terborchs novellistischen 
Darstellnngen entzückt ist.  
Jm übrigen scheinen uns nach den Erfahrungen, 
die die Kunftgeschichte uns an die Hand giebt, die: 
jenigen deutschen Künstler der realistisch:koloristischen 
Periode den größten Anspruch auf Unsterblichkeit zu 
haben, die schon durch ihr Fach darauf hingewiesen 
waren, sich an die Natur selbst zu halten: vor 
allen also die Landschafter nnd die Bildnis1naler. 
Daß letztere sogar in künstlerisch kranken Zeiten 
gesund zu bleiben pflegen, haben wir ja erfahren. 
Von rückwärts gewandten Anschauungen aus: 
gehend, allmählich aber sich ,,der ModerneH nähernd, 
hat die norddeutsche Landschastsn1alerei von den 
Brüdern Achenbach, Eduard Hildebrandt und Albert 
Hertel bis zu Engen Dücker, Olof Jernberg, Carl Lnd: 
nJig nnd Ednard Leonhardi, die süddeutsche LandschaftsZ: 
n1alerei von Morgenstern und Schleicjh bis zu Lier, 
Schönleber und Dill eine Reihe von Schöpfnngen her: 
vorgebracht, die, auch soweit sie noch nicht im vollem 
Sinne modern gesehen sind, doch in ihrer Art den 
Anforderungen genügen, die die Kunstgeschichte an 
Kunstwerke zu stellen lehrt. Wenn wir die Geschichte 
der Landschaftsn1alerei erst mit der eigentlichen Frei:
        

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