Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Was uns die Kunstgeschichte lehrt
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3479782
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3481559
der Kunst 
Das 1ciinftlerische in 
Mk 
Jede Zeit hat das Kiinstlerische in der Kunst 
eben verschieden aufgefaßt und es dementsprechend 
auch mit einem anderen Srhlagworte benannt. Jn 
der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts hatte man 
sich ganz daran gewöhnt, es als ,,das JdealH der 
rauhen Wirklichkeit gegenüberzustellen. Die Maler 
des dritten Viertels unseres Jahrhunderts begnügten 
sich vielfach damit, die ,,ideale ForderungU mit dem 
Ausdruck ,,BildwirkungU zu umschreiben. Unser Pia 
de siec1e glaubt etwas ganz Neues entdeckt zu haben, 
wenn es das Künstlerische als das Symbolische be: 
zeichnet. Es ist im Grunde alles dasselbe, wenn es 
sich auch bei verschiedenen Anläsfen verschieden 
äußert. Eines schickt sich nicht für Alle, aber auch 
nicht für Alles. Die Malerei vermag manches, 
was der Bildhauerei unmöglich ist. Die Staffeleii 
1nalerei kann und muß Dinge wagen, die der an 
architektonische Regeln gebundenen Wand: und Decken: 
malerei versagt sind. Gegen diese Regeln, die die 
ganze Kunstgeschichte predigt, wird von vielen 
neueren Malern unerbittlich gesündigt. Von allen 
Darstellungen in der Rnh1neshalle des Berliner 
Zeughauses z. B. scheinen sich nur die Gemälde 
Friedrich Geselschaps im mittleren Kuppelraum wirklich 
den räumlichen Bedingungen und Gesetzen zu fügen. 
Hier handelt es sich um technische Notwendigkeiten, 
um einen Anschluß an die statischen und konstruk:
        

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