Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Was uns die Kunstgeschichte lehrt
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3479782
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3481445
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Das Künftlerische 
in 
Kunst 
der 
Kunstwerk ein Kunstwerk im Sinne der Kunstge: 
schichte bleibt. 
Daß ein Kunstwerk, das keine Fühlung mit der 
Natur bewahrte, kein Kunstwerk im Sinne der Kunst: 
geschichte sein könnte, haben wir schon nachgewiesen. 
Wenn wir daher sagen, daß ein Kunstwerk, solange 
es ein Kunstwerk bleibt, uns nicht leicht zu idea: 
listisch sein könne, so ergiebt sich schon von selbst, 
unter welchen Voraussehungen dies gesagt ist. Da: 
gegen bleibt noch zu erörtern, wie es gemeint ist, 
wenn wir sagen, daß ein Kunstwerk uns nicht leicht 
zu.realistisch sein, d. h. nicht leicht zu eng an die wirk: 
liche Natur sich anschließen, nicht leicht zu unmittelbar 
der Natur entquollen sein könne. Was ist in dieser 
Beziehung nötig, damit ein Kunstwerk im Sinne der 
Knnstgeschichte ein Kunstwerk bleibeP 
Die Franzosen des vorigen Jahrhunderts kleideten 
ihre ,,ideale Forderung7t in Bezug auf die Kunst 
vielfach in die Worte, daß ein echtes Kunstwerk ein 
gewisses ,,Je ne sais quditt haben müsse, ein ,,Jch 
weiß nicht wasU, also ein,, gewisses EtwasE, das unsere 
Seele in künstlerische Schwingungen versetzt. Der 
Ausdruck scheint im täglichen Leben häufiger gewesen 
zu sein, als in der Litteratur. Er scheint besonders 
in den Künstlerwerkstätten und Kennerhäusern ge: 
bräuchlich gewesen zu sein. In den schriftlichen 
Werken des A. R. Mengs findet sich ein besonderer
        

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