Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bilder aus der neueren Kunstgeschichte
Person:
Springer, Anton
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3475622
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3476212
Die 
Anfänge 
der 
Rcnaifsaucc 
in 
Italien. 
Ueber die Diplomaten äussert sieh ein bekanntes gefliigeltes5 
Wort, die Sprache diene ihnen nur dazu, ihre Gedanken zu ver: 
bergen. Dieser Gebrauch der Sprache ist aber bei manchem 
Kunstfreunde schon längst eingebürgert, nicht weil er Verstellung 
liebt, sondern weil er keine Gedanken besitzt nnd dann irgend 
ein banales Schlagwort vortrefflich die Blöße bedeckt. Wie viel 
besser stünde es mit unserer KnnstbiIdung, wenn nicht alle Welt sich 
das Recht erworben zu haben glaubte, das.Spiel mit Namen wie 
Jdealismus und Realismus an die Stelle wirklieher Urtheile setzen 
zu dürfen. Da kann man es sieh schon eher gefallen lassen, das; 
die Akademiker des vorigen Jahrhunderts Säbelbeine als plastischen 
Schwung bezeichneten, als wenn heutzutage mit einer landläufigen 
ästhetischen Phrase bedeutsame Richtungen der Kunst abgefertigt, 
ein Kunstwerk darnach beurtheilt wird, je nachdem sieh ein gerade 
beliebtes Parteistiehwort auf dasselbe anwenden läßt oder nicht. 
Eine andere Landplage sind die falschen Vorstellungen, 
welche man mit den nun einmal hergebrachten Bezeichnungen für 
gewisse historiskhe Perioden verknüpft. Es hat lange gewährt, 
ehe die gothisehe Architektur den häßlichen Beigeschmack der Var: 
barei abstreifte, den sie um jeden Preis haben sollte, weil sie ja
        

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