Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des modernen Geschmacks
Person:
Falke, Jakob von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3461935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3463074
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Ueber diesen Zweig der Kunst kann nur ein Urtheil statt: 
finden, was nicht der Fall ist mit einem anderen, der uns 
noch zum Schlusse zu betrachten übrig bleibt und welcher 
der Renaissanceperiode Italiens eigenthümlich ist, die 
Majolika:Fabrikation. Solche Majoliken sind glasirte 
Thonarbeiten, also eine Art von Terracotten, welche ihren 
Namen von den arabischen Fabriken auf der Insel Majorka 
erhielten, von wo sie im fünfzehnten Jahrhundert, wenn 
nicht viel früher schon, nach Italien übergingen. Auf diesen 
Ursprung weisen zahlreiche Ornamente hin, welche diesen 
Gefäßen noch lange Zeit eigenthümlich geblieben sind, völlig 
unabhängig von dem sonstigen Gange des Ornaments. 
Was auf Majorka, auf der spanisch:maurischen Halbinsel 
von dieser Art gemacht wurde, waren Gefäße, Vasen, 
Schüsseln, Teller, Flaschen, Fliesen mit darauf gemalten 
Verzierungen; aber nach Italien gekommen, gab diese Kunst 
Veranlassung zu einem Nebenzweig, dessen ich zuerst 
gedenken will. Das sind die glasirten Thonreliefs, welche 
Luca della Robbia begann und deren Fabrikation dann 
in seiner Familie weiter ging, bis sie mit derselben aus: 
starb. 
Luca Lgeb. 1400z ist derselbe Meister, den wir schon 
mit Ghiberti und Donatello als einen der großen Begründer 
in der Plastik der Renaissance haben kennen lernen. Offenbar 
wurde er zu dieser Erfindung von dem Gedanken geleitet, 
feinen Thonmodellen selbst Solidität und Unempfindlich:
        

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