Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
König Ludwig II. von Bayern und die Kunst
Person:
Kobell, Luise von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3455597
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3460001
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Dekail einer deIiotaliven Malerei. 
Ncuschwavstein. 
Blätter hängen leicht daran. Mit dem linken Arm stemn1t sich Sieg: 
sried an den Baum, um mit mehr Kraft zum Lanzenstich ausholen 
zu können, der dem sich aufbäumenden Drachen den Todesstoß bringt. 
Die. Gestalt des Helden ist markig, sein Kopf kühn im Ausdruck, das 
Ungetüm ein Urbild des Bösen. Unterhalb wachsen Farren nnd 
Blumen, dazwischen feinfaserige Moose, herumkriechende Schnecken und 
zierliche Eidechsen sind so trefflich gearbeitet, als lebten sie.  
im 
Auch die von Wollenweber gelieferten Kronleuchter und Kandelaber 
Thron: und Sänger:Saal sind hervorragende Arbeiten. 
Der Thronsaal in basilikaler Anlage und mit erhöhter Apsis als 
Abschluß bildet den Gipfel der Pracht in Neuschwanstein: eine kühn 
gewölbte Knppel, in deren Zwickeln liebliche Engel mit den Attribnten 
des Herrschertums schweben, reiihverzierte Rundbögen, 16 rötliche 
Porphyrsäulen, die eine Galerie tragen, von welcher sich lichtblaue, 
eine zweite Galerie tragende Säulen erheben, dies alles macht einen 
überwältigenden Eindruck. Aber diese Pracht ist mehr religiöser als 
weltlicher Art, denn dem König schwebte die Gralsburg vor, wie sie 
Srharfenberg in seiner Dichtung ,,TiturellU schildert. 
W. Hauschild nnd zur Aus5hilse herangezogene Kollegen und 
Schüler desselben lieferten die schönen Wandgemälde in diesem 
byzantinisch gehaltenen Raum. 
Von Sternen und Engelsköpfen umringt, thront aus einem Regen: 
bogen in der Apsis der höchste Gesetzgeber Christus, ihm zur
        

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