Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriß der bildenden Künste
Person:
Riegel, E. Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3450548
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3451725
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sie sie findet, ein und die geometrische Schematifirung besteht haupt: 
sächlich in einer mechanischen Aneinanderrcihung, in Wiederholung Einer 
und derselben Form, wie eine solche in de1n gothisiheU Kapital ans 
dem Dom zu Köln cFig. 7J, sich zeigt. Die der Natur fast unmittelbar 
entlehnten Blätter sind lose in zwei Reihen,  
ohne die geringste Vermittelung zu einander MS. 7. 
dem verlängerten Sänlensrhaft angeheftet, sit 
und es ist hier schlechterdings ein orga: E,  
nisches Durchbilden nicht zu erkennen. Diese Vijs,Z;   
Art der architektonischen Formensprache enti IF; 
spricht nicht den Forderungen, welche man Hi  
khM1I Wesen nach an sie stellen muß I  
is. 3. A1ischui:t: Vaukuus:J, da sie zugleich  II s 
Bedeutung, Zweck und Wesen des Bau: H   
theiles, welchen sie schmückt, unmittelbar   
ansehaulich machen soll. Allerdings fand PG S. 
das Mittelalter wohl Formen, welche der iiH,IIiiiiiiIilijM,iWHMziiMILU,LJ 
Crfiillung dieses höchsten Anspruches sich 
nähern, aber es entwickelte sie nicht zur s 
vollen Ausbildung. Als Beispiel stehe hier   
ein romanisches Kapitäl aus der Sel1aldus: X B  
kirrhe zu Nürnberg sFig. 8J, bei welchem   
man das Herauswachsen der Blätter aus  s;ÄYiiiiM 
dem Stamme und ihr Umbiegen unter der  il Hx21lIi 
Last der Deckplatte schon in sehr anmuths:  
voller Weise ausgesprochen findet. Wenn  
so das Mittelalter wohlgelungene Versuche Mk Z; 
einer kiinstlerischen Ornamentirung bietet, 
wenn uns selbst bei den barbarischen Völkern einzelne Orname11te 
entgegentreten, die als gliJiokliche Vorstnsen zur Erreichung dieses Zieles 
angesehen werden müssen, so sind diese Erscheinungen eben doch nur 
mehr oder weniger vereinzelte; das ganze System der Formen: 
fp111che und des Ornamentes einer solchen Periode oder eines solchen 
Volkes ist immer noch verhältnißmäßig weit entfernt, ein organisches 
GUUz8 Ohne Lücke und Uebermaß, welches das Gebäude auf die höchste 
SkUfElPCs Kunstwerkes erhebt, zu sein. Diese Vollendung finden wir einzig 
nnd a ein ei den Grie en.  
Ein allgemeines B:li,spieT ist bereits in der S. 25 besprochenen dorischen 
Säule .gegebcn, und es möge zum Vergleich hier nur ein korinthisches Kas
        

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