Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aus Welt und Kunst
Person:
Pietsch, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3441413
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3443167
von ihren Fingern niederhängenden Schale das 
süße Gift zu lecken strebt, das seine Herrin be: 
rauschte. Die seltsamsten, gewaltsamsten Glieder: 
stellnngen, die complicirtesten Linien mußten sich 
aus der so gestellten Aufgabe ergeben; aber dabei 
fand sein Talent Gelegenheit, in der Darstellung 
des Nackten, speciell in der plastischen Behandlung 
des Fleisches den höchsten Triumph zu feiern. 
Hierin überbot er feinen Meister und seine Stu: 
diengenossen weitaus. Die strenge Zucht, das tacti 
volle Maßhalten der Schule hat er aber für immer 
abgeworfen. Sein 1850s51 modelIirtes Stand; 
bild des Grafen Reden für Königshütte, ob auch 
großartig im Entwurf, blieb von einer gewissen 
Roheit nnd Jncorrektheit nicht frei; in der Gruppe 
des Knaben mit dem Ziegenbock C1853J verßel er 
völlig in7s Outrirte, Gewaltsam, absichtlich Absong 
derliche, so prächtig auch darin wieder die Behands 
lung der Thierformen sich zeigte; und die inMar: 
mor ausgeführte Madonna mit dem Kinde für die 
katholische Kirche in MiechowiH, das letzte fertig 
gewordene Werk seines Lebens, bezeichnet mit ihrer 
zerflossenen Drapirung eine gänzliche Verirrung 
seines Geschmacks fund das Verlieren jedes festen 
künülerischen Haltes in der Sculptnr. Wo er sich 
in den letzten Lebensjahren an den Denkmalscons 
Pietsch, Wk1tuud Ku::si.11.  10 
        

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