Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aus Welt und Kunst
Person:
Pietsch, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3437906
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3438862
dem Messer in der Faust der Mutter. Dies Halten 
nnd Tragen der Opfer charakteris1rt bewuuderns: 
würdig den ganzen Vorgang. Man Hebt, ne sind 
eben. in der Hast gepackt und mitgeschleppt, wie 
ein unlebendiges Ding, und die Haltung der 
1nütterlichen Arme wird einfach von der Rücksicht 
bedingt, jeder Möglichkeit des Entrinnens wehrend, 
ihr Schreien zu ersticken. Den nackten Oberkörper 
des Weibes trifft das volle Licht, über das Prosil 
des Kopfes fällt von der sHöhlendecke her ein 
dunkler Schatten und steigert auf7s Höchste das 
Dämouische seines Ausdrucks. Man mag die 
Formen einer entschieduen Unschönheit, die durch 
die complicirte Bewegung heworgebrachte Linie 
des Körpers der Härte und Trockenheit zeihen: 
immer aber muß diesem Bilde die große nnd vor: 
züglichc Eigenschaft zugestanden werden, das, was 
es uns sagen soll, mit der größten Kraft der 
künstlerischen Wahrheit auszusprechen. 
Von den der Medea in den nächsten Jahren 
folgenden Werken sind ,,Kleopatra0, ,,Hamlet und 
Horatio auf dem Kirchhofs c1839J, die ,,Güte 
Trajansli C1840J, der ,,SchiffbrnchU und ,,die 
Eroberung Constantinopels durch die LateinerU 
c1841J hervorzuheben. Delacroix gebot damals 
über die Mittel seiner Kunst mit höchster Freiheit. 
Pietsch. Welt nnd Kunst. 1. 5
        

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