Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aus Welt und Kunst
Person:
Pietsch, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3437906
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3438330
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Drei von ihm benutzte Möbel: nämlich ein grös 
ßeres und zwei kleinere Medaillensci2rcinkchen können 
wohl als die schönsten Muster des Roccoco in 
feiner vollendetsten Entwickelung gelten. Wie auch 
ein clasf1sä; geschulter Formensinn gegen diese 
scheinbare Ansgebnrt phantastischer Willkür eifern 
möge  vor dem Reiz des Eindrucls dieser so 
verwegen und anscheinend gesetzlos spielenden und 
doch von einer so innerlichen Nothwendigkeit in 
ihren mannigfachen und launenhasten Schwinguns 
gen geregelten Ornamentik, wie sie sich hier golds 
strahlend über Front und Seitenwände dieser ziers 
lichen Schränkchen ausbreitet, wird sich keiner vers 
schließen können. s 
Das eigentlich künstlerische Interesse der Samm: 
lang endet mit dieser Abtheilung. Desto tiefer und 
nachhaltiger regt der folgende Theil derselben unser 
menschliches an. Nur solch ein Möbel braucht man 
anzusehen wie jenes Schreibepult, das die Stände 
von Burgund Ludwig XVI zum Geschenk dar: 
brachten, um sich des gründlichen Umschwungs der 
Sinnesart bewußt zu werden, der mit dem letzten 
Viertel des 18. Jahrhunderts sichin der eures 
päischen Gesellschaft zu vollziehen begann. Die 
Rückkehr zur Natur, zur Einfalt der Sitten, zu: 
Tugend und Vernunft, das wird das Losungss
        

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