Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aus Welt und Kunst
Person:
Pietsch, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3437906
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3440009
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hösisch und kriegerisch aufgepuZt oder im geistlichen 
Ornat, auf den höhern Stufen der ,,großen Treppen 
sieht man durch die FensteröHnungen die letzten. 
Der Herzog mit den Seinigen steht zur Seite des 
Wegs, den König erwartend. Bis auf zwei Schritt 
ihm nahe gekommen wendet leyterer das Gesicht 
zu ihm; dieser verbengt sich und zieht den Hut 
und weicht unwillkürlich ein wenig zurück. Streist 
ihn ein Schauer der Ahnung seines nahen Schick: 
salsP liest er es nicht in den kalten falschen Augen 
dieses ihm zugewandten kühl lächelndeu Gesichts2 
Der Beschauer sieht von dem letzteren kaum das 
Prosil, wenig mehr als die verlorne Wange;  
aber so leise und kaum merklich es in diesen Zügen 
spielt, so eindringend rufen sie die Empfindung 
wach, daß diese Maske ein Grannvolles birgt, 
dein nicht mehr zu entrinnen sei. Und wie blicken 
1ich all diese Herren des Gefolges an. Welch un: 
heimliches Lauern, Ahnen, Drciuen im tiefsten 
Grunde dieses anscheinend traulichen höflichen Bei: 
sarnmenseinsl Es ist Alles so still, so fern von 
jeder Aufregung, ein ruhiges Wandeln und Dastehn. 
Aber gegen das Beklemmende, qucilend Ahnungsi 
volle dieses Eindrucks verlöre der Anblick des 
oHenbaren wilden Grciuels noch von seiner Furcht:  
barkeit. Unbegreiflicb bleibt nur immer, daß Comte, 
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