Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie wir arbeiten und wirthschaften müssen
Person:
Ruskin, John Feis, Jakob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3435232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3436364
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Geneigtheit, im Aufruhr in die obern Stockwerke zu 
dringen, unter dem Eindruck, daß man ihre Löhne 
nicht regelmäßig bezahlt. Ich möchte schlimme Be: 
fiirchtungen für das Eigenthum eines Herren hegen, 
in dessen Salon sich dies einen Tag um den andern 
ereignet. 
So auch scheint die Macht unseres Reichthums 
beschränkt zu sein, nicht blos in Bezug auf die Bes 
haglichkeit der Dienstboten, sondern auch in Bezug 
auf ihr rnhiges Verhalten. Das Personal in der 
Küche sieht schlecht gekleidet, schn1nHig nnd halb ver: 
hungert aus. Man kann sich des Gedankens nicht 
erwehren, daß der Reichthum des Haushalts einen 
theoretischen und papierenen Charakter hat. 
Da nun Reichthum wesentlich Macht ist über die 
Menschen, sollte nicht hieraus folgen, daß je edler 
und zahlreicher die Menschen sind, worüber er Macht 
ausübt, um so größer der Reichthu1n sein 1nüsseP 
Vielleicht dürfte sich nach reiferer Ueberlegung heraus: 
stellen, daß die Menschen setber thatsächlich der 
Reichthum sind  daß diese Goldstücke, womit wir 
gewohnt sind, sie zu lenken, thatfächlich nichts weiter 
sind, als eine Art sehr schöner nnd dem Barbaren ins 
Auge stecheuder byzantinischer Zügel oder Zierrat, 
womit wir die Geschöpfe säumen, aber, wenn eben 
diese lebendigen Geschöpfe ohne byzantinischen Paß und 
Klingklang um Maul und Ohr gelenkt werden könnten,
        

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