Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie wir arbeiten und wirthschaften müssen
Person:
Ruskin, John Feis, Jakob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3435232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3437502
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und Armen zu bringen; und wie die Pracht vers 
gangener Jahrhunderte am cngherzigen Hochmuth 
scheiterte, so mag unsere Kunst durch ihre alles ums 
fassende Demuth herrschen und währen. 
Und statt des Vildes des übereifrigen Englands, 
des Bildes der Zukunft, das wir entworfen, und statt 
des Bildes des allzu üppigen Italiens, des Bildes 
der Vergangenheit, das wir heraufbeschworen haben, 
kann dennoch, so wir unsere Pflicht erfüllen, ein von 
der Arbeit nicht überbiirdeter, von der Eitelkeit nicht 
entnervter gesellschaftlicher Zustand geschaffen werden 
 ein Zustand, der friedfertig und weise Maaß hält 
in seinen Zielen, Thaten und Künsten. 
Wir treten in eine weltgeschichtliche Periode ein, 
worin das von den friedlichen .Künften nnterstük;,te 
häusliche Leben, langsamen Schrittes, aber schließlich 
ganz und gar das öffentliche Leben und die Künste 
des Kriegs verdrängen wird. Unser England, wie 
ich glaube, wird nicht ganz und gar vom Qualm 
der Hochöfen versengt, noch von Palästen erdrückt 
werden. Ich hoffe, daß ihm seine grünen Felder, 
feine Hütten und Heimftätten der mittleren Stände 
bleiben. Diese jedoch sollte man nnd wird man, 
wie ich hoffe, 1nit einer nüHlicheu, wahrheitsgetreuen, 
echten Kunstgattung bereichern. Wir brauchen heutzus 
tage keine Götterfefte mehr, noch heilige Marter: 
izenen; keinen Sinnenkitzel, keine Stätte des Aber:
        

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