Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie wir arbeiten und wirthschaften müssen
Person:
Ruskin, John Feis, Jakob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3435232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3435584
antoritäten, 
hin reifen. 
soklte 
sein 
Urtheil 
nach 
dieser 
Richtung 
Der erste Anblick der Alpen war für ihn die un: 
mittelbare Offenbarung eines in der Schöpfung wali 
tenden segsensreichen Willens; zugleich aber glaubte 
er zwar nicht an eine persönliche Verkörperung des 
Uebels, wohl aber daran, daß unßchtbar auf dem 
Gebiete des Geistes und sichtbar in der Natur ein 
böser Wille walte. Dies wurde ihm, nachdem die 
eigene Vernunft wie auch Homer nnd Virgil es ihn 
gelehrt hatten, in Neapel zur lebendigen Anschauung. 
Der gewöhnliche Tonrist, der Orangen von den 
Bäumen pflücken kann und dem eine schwarzäugige 
Siidländerin eine Flasche Falerner kredenzt, nennt 
Neapel ein Paradies. Er aber war sich vom ersten 
Augenblick, da er die Gegend sah, bewußt, daß weder 
die Gebirgsformen, welche aus vulkanischer Asche ges 
bildet sind, noch die Meeresfluthen, die schwarzen 
Sand bespülen, vollendet schön fein können.  
Weit mehr entzückten ihn die Seen Oberitaliens; 
doch auch hier empörten ihn das Elend, das Laster 
und die Verkommenheit der Bevölkerung, wiewohl er 
nicht umhin konnte, die feinen Züge und den ans 
muthigen Gang selbst der zerlutnptcsten Bettler zu 
bewundern. Rom, schreibt er, erzieht Missionärc, 
um sie nach China zu schiefen, und ,,liißt in diesem 
Paradies seine Kinder verkommen, läßt sie sterben
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.