Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die enkaustische Malerei
Person:
Fernbach, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3431514
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3432450
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ist dieses die natürliche Folge davon daß wenigstens 
dieOMehrzahl unserer Künstler nicht die ersten Begriffe 
von dem chemischen Verhalten ihrer Farben und Binde; 
mittel gegeneinander und gegen Luft und Lichtwirkung 
hat, während die alten Künstlerbekanntlich einen gro: 
cßen Theil ihrer Zeit auf genaue Erforschung dieser Um: 
stände und der hinsichtlich des technischen Verfahrens 
überhaupt zu beobachtenden Regeln verwandten.tk  
Jedem redlichen deutschen Künstler, dem es am 
Herzen liegt seine Schöpfungen auch für die Nachwelt 
zu bewahren und nicht nur Werke von kurzer Dauer 
hervorzubringen, müssen solche von Gelehrten und 
Kunsifreunden schon.so vielfältig gemachte Aeußerungen 
und Vorwürfe schtnerzliO sehn undihn zur Ueberzeugung 
führen daß diesem Uebelstande, na1nentlieh in unserer 
neuesten deutschen Kunstepoche, nur durch gemeinschaft: 
liches und freundliches Zusammenwirken begegnet und 
abgeholfen werden kann. Nur durch freundliGes Mit: 
wirken der Künstler und Kunstfreunde und durch fort: 
geset3te Rügen und Belehrungen kann nnd wird es end: 
.lich gelingen, auch in unsern Tagen in allen Malarten eine 
auf fester und wissenschaftlicher Basis begründete und 
Dauer versprechendeMalertechnik in Anwendung zu brin: 
gen. Jn einein so verwa.hrlostens, für die Malerkunst so 
nachtheiligen, in so vielfacher Beziehung sich steigernden 
nnd ausbreite1Iden, empfindlichen Schaden verursachenden 
Zustande kann nnd darf man nicht länger verbleiben.
        

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