Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die enkaustische Malerei
Person:
Fernbach, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3431514
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3432339
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Wandgemiilde,s nach Aussage unterrichteter Künstler 
und Kunstkenner, alle auf weißem Grunde mit trans2 
parenten Farben lasirend gemalt sind, wobei Kreide 
oder Thon besser ist als schweres Metallorhd, da, wie 
oben gesagt worden, dunkle Fleiken entstehen wo es 
gebraucht wurde. Man Peht hieraus, wie sehr die Ali 
ten darauf bedacht waren ihren Gemälden lange Dauer 
zu geben. Das Zinkweiß kannten sie nicht, sonst hätte 
Plinius.es angeführt. Dieser Schriftsteller erwähnt 
mehrere von den Malern gebrauchte weiße Farben, de: 
ren eine er ,,ParätonionH nennt und von ihr sagt: 
,,unter den weißen Farben.ist Parätonium die festeste C2J 
und gibt wegen der Glätte eine feste Tünche.H 
Ferner ergibt sich aus unsern Untersuchungen daß 
keine dieser Farben organischen Ursprungs ist. Es sind 
lauter dauerhafte Metallorhde, und darum konnten die: 
selben so lange dem Lichte und der Feuchtigkeit aus: 
gesetzt werden ohne zu verbleichen. Wenn auch unser 
bemaltes Stückchen Wand aus Theben, woran jedoch 
die gelbe organische Farbe etwas Eisen zu sehn scheint, 
weit älter als die römische Malerei sehn sollte, so müs: 
sen wir doch annehmen daß das Jnnere der äghptischen 
Gräber, mithin die darin befindlichen Gemälde, immer 
dem Tageslicht entzogen war. Auch ist anzunehmen 
daß die Aeghptier ihre Gräber nur an solchen Orten 
.anbrachten,swo das Nilwasser von unten nicht eins 
dringen konnte. Vom Regen hatte man nicht viel
        

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