Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die enkaustische Malerei
Person:
Fernbach, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3431514
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3432310
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als Herculanum, und wir müssen die lange Dauer dies 
ser Farben um so mehr bewundern, als nach Aussage 
Herrn Färkls diese Wände dem entfiirbend.en Sonnen; 
und TagesliGt lange nicht ausgesetzt gewesen sind. 
Die Farben waren sehr sen an das Teetorium gebun: 
den und schwer abzufragen. Wenn man mit einem 
feuchten Schwamm darüber fuhr, so gewannen dieselben 
sehr an Lebhaftigkeit, ungefähr wie bei einem Oel: 
gemälde, und waren mit WaHer nicht abzulösen. Dieß 
kommt wohl von dem Wachse her welches damit vers 
banden war. 
Nur das. auf der Zinnoberfläche aufgetragene 
Weiß, welches die SpiHe Von einem Gewande zu seyn 
schien, war leicht abzuschaben. Wahrscheinlich iß es 
von einem Monochrom, das mit kohleusaurem Kalk auf 
Zinnobergrund ausgeführt wurde. Vitruv und Pli: 
nius führen den Zinnober als eine bei den Römern 
sehr kostbare Farbe an, und erwähnen dabei daß, die: 
selbe nur durch die Enkaustik an den Wändendauer: 
haft zu machen wäre, d. h. der Zinnober wurde.erst mit 
einem Bindungsmittel aufgetragen, und wenn dieser 
Austritt; ganz getrocknet war, so überzogen die Römer 
die bemalte Wand mit punischem Wachse, dessen Be: 
reitung Plinius im 21sten Buche seiner Naturgeschichte 
lehrt cman sehe obenJ, und fchmolzen es mit daran: 
gehaltenem Kohlfeuer an u. s. w. cDaß diese Farbe 
bei den Römern als eine theure galt, beweist die feuer;
        

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