Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die enkaustische Malerei
Person:
Fernbach, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3431514
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3433577
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eousisteut erhalten nnd angebracht. Hat, wie früher 
schon angegeben worden, die eingeschmolzeue Fläche 
immer einen Tag zuvor den letzten MajTenüberzug er, 
halten, und muß nun am folgenden Morgen auch der 
Grund angebracht werden, so geschieht dieß in der 
Art daß ein Mann die Grnndfarbe, an einem Ende 
oben anfangend, eine ziemliche Strecke mit einem ge: 
eigneten Borsteupinsel etwas saftig anfträgt. Sogleich 
nach Beendigung dieses Auftrags wird von einem 
zweiten Mann cwenu nämlich die Arbeit für einen 
Mann zu groß, folglich zu beschwerlich wäreJ dieselbe 
Stelle mit einem trockenen, d. h. mit einem nicht in 
der Farbe eingetauchten großen Borstenpinsel immer 
in Pinselbreite Von oben herunter Stelle für Stelle 
stark und gleichförmig gestupft, bis sich keine so eben 
gestrichene Farbenstelle mehr kuudgibt, sondern gekörut 
und die ganze Fläche auf diese Art sorgfältig behan; 
delt ist. Sollte der zum Stupfen bestimmte Pinfel 
mit der Grundfarbe zu sehr angehäuft sehn, daß da: 
mit kein schönes Korn mehr gebildet würde, so ist 
derselbe abzustreifen und von der Farbe zu befreien. 
Würde die angestrichene Stelle nicht sogleich gestupft, 
so daß die Farbe schon zu trocken würde, so würde 
nicht nur das darauffolgeude Stupfen erschwert, so:k2s 
deru der gewünschte Zweck auch nicht gehörig erreicht 
werden. Zu bemerken ist hier noch daß Sorge getra2 
gen werden muß, die durch das Träufeln des vollen
        

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