Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die enkaustische Malerei
Person:
Fernbach, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3431514
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3433154
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Riechstoffen zu befreien, wird es gehörig zubereitet, 
der Luft und den Einflüssen des Sonnenlichtes ausge: 
seht, wodurch es farb: und geruchlos, wird. Jst die: 
fes geschehen, so schmilzt man es und gießt es in 
runde dünne Scheiben, welche das sogenannte ge: 
bleichte Wachs sind. In seinem reinen Zustande ist 
das Wachs weiß, durchscheinend, gernch: und gesschmack: 
los, und zeigt einen splittrigen Bruch; nicht selten 
wird es verfälscht durch Zusatz Von Talg, Harz, Erd: 
sen:, Bohnen:, Hafer: und Kartoffel:Mehl, was sich 
theils durch den Geruchiim Schmelzen oder Auflösen 
und im langsamen Erkalten durch den Bodensasz, 
theils durch Behandlung mit Weingeist erkennen läßt, 
welcher kalt kein Wachs, wohl aber Harz auflöst. 
Durch Talg wird es weicher und verliert den körni: 
gen Bruch. Das Wachs schmilzt ungefähr bei 630 
c680J, besteht aus 81.607 Kohlenstoff, 13.859 Was: 
serstosf und 4.534 Sauerstoff. 
Das Wachs wird inTerpet1thinölaufgelöst in Ver: 
schiedenartigen Verbindungen, theils zum Einschmelzen 
der Mauer, mithin zum Grunde und nur mit einer 
Farbe verbunden, sodann zum legten Eins chmelzen des Ge2 
mäldes. in dieser Malerei angewendet. Seine Eigen2 
schasten und Vorzüge sind zu sehr bekannt, als daß 
es nöthig erscheint zu seinem Vortheile mehr zu sa; 
gen. Das Wachs ist ein äußerst geschmeidiger und 
doch fester Körper und hat die Eigenschaft keine Risse
        

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