Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben der Maler, Bildhauer und Baumeister welche in Rom gearbeitet haben und zwischen den Jahren 1641-1673 gestorben sind
Person:
Passeri, Giovanni Battista
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3425626
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3426835
Dominikus 
Zampieri, 
habe verfertigen können. Seine fMalereyen sindswohl 
ausgeführt, gut gedacht und mitFleiß vollendet;  diesem 
ungeachtet ist dieses nicht genug, üble Zungen zum 
Schweigen zu bringen. Nach seinem Tode habe ich 
mein Aeußersies angewendet, das Andenken eines so 
großen Mannes mit einem s5fsentlic;en Leichenbegäugniß 
bei; unserer 2lkademie zu Rom zu beehren; und weil 
dieses vor diesmal nicht in der St. Lucas Kirche gesches 
her: konnte, weil Peter da Cortona den neuen Bau in 
der Kirche angefangen hatte, so wurde diese Fec;erlichs 
keit im PallasI della Cancelleria gehalten; ich hielt die 
Leichenrede öffentlich in Gegenwart des Herrn Proteks 
tors Eardinal Franz Barberini, vieler anderer Pallas 
ten und Künstler. Weil man den ganzen Saal nicht 
schwarz ausschlagen konnte, indem her der Canzley ges 
hörte, so deckte man nur ein schwarzes Tuch über die 
Bühne, auf welcher der Redner stand, wo man in der 
Mitte das Portrait des Domit1icks, welches ich nach 
8eichnungen die ich von Neapolis bekam, gemalt hatte, 
aufsiellte; dieses Portrait, welches heut .zu Tage insder 
g2ikademie aufbewahret wird, war in einem Festen von 
Cypressen,. die an einigen Orten mit Silber geblickt was 
ten, eingefaßt; nämlich alleBeerlein dieses Baums was 
ten von Silber, welches der Verzierung ein besonders 
schönes Ansehen gab. Die größten Dichter damaliger 
Zeit machten bei; dieser Gelegenheit schöne Gedichte zu 
seinem lobe, welche man mit der Trauerrede drucken 
lassen wollte; allein die Ausführung wurde durch die 
Bosheit eines seiner iandesleute verhindert. Der Neid 
wird doch allezeit eine häßliche Leidenschaft bleiben. 
Aus
        

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