Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben der Maler, Bildhauer und Baumeister welche in Rom gearbeitet haben und zwischen den Jahren 1641-1673 gestorben sind
Person:
Passeri, Giovanni Battista
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3425626
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3426811
men vielleicht von ihr heimlich gerufen nach Neapolis, 
sum den Zampieri zu besuchen, welche ihm das Leben sehr 
schwer machten. Sie waren beyde von einem boghaften, 
verwegenen und lasterhaften Naturell; so daß ZamPieki 
Ursach hatte sie zu fürchten, iSie quälten ihn dermasLi 
sen, daß,er endlich niederlag,und starb. Also verschied 
unter tausenderley Verdrüßlichkeiten einer derkvortresfss 
iichsten Künstler, welcher außer seiner besondern Ges 
schictlichkeit im Malen, wegen seiner übrigen großen 
Eigenschaften Vor allen andern ewig zu leben verdiente. 
Er starb im Monat April 1641 in seinem 6o Jahre,und 
zwar nicht ohne Verdacht an Gift. Dieses ist auch 
wahrscheinlich, wet1 der Eigennutz ein grausamer sWüs 
mich ist. Er wurde in der erzbischösl. Kirche zu Neas 
polis mit wenigem Geprcinge begraben. Er hatte vor 
seinem Ende alle Sakramente der Kirche empfangen, 
7undset3te seine Tochter, die er besonders liebte, zur Er; 
bin seiner giorwürdigen Bemühungen ein; dein Franz 
Raspantini seinem Zögling seit vielen Jahren, der es 
aber nicht weit brachte, vermochte er seine Sammlung. 
Diese ist gegenwärtig sgrößtentheils bei; Carl Maratta, 
der sie sehr hoch schätzt. ZaMpieri war ein tugendhafs 
ter und frommer Mann , und lebte sehr eingezogen; als 
lein sein Umgang war eben nicht angenehm, weil ever: 
was plump und argwöhnisch war. ,Jm Reden so wohl 
als in seiner Kleidung und Kost, war er mäßig und bei 
scheiden. Wenn er anderer Arbeiten sahe, die auch ihs 
ten Werth hatten, war er dennoch nicht verschwende. 
risch mit seinem tobt, noä; verachtete er sie allzusehr, 
sondern er blieb allezeit in der Mittelstraße.4 Jn seiner 
Kunst war er immer emsig, und ich glaube, daß sein 
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