Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leitfaden der Kunstgeschichte
Person:
Buchner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3422549
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3423483
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GothkfEhE 
Baukunft. 
landes keinen Zusammenhang; die gothische Kunst entwickelte sich naturnoth: 
wendig aus der. romanischen, und zwar im legten Drittel des 12. Jahr, 
hunderts auf dem Boden des damals in Bezug auf geistige Bildung 
Deutschland überlegenen Nordfrankreich. Von dort geht der Spihbogenbau 
alsbald über nach England, etwa seit 1220 in das deutsche Rheinland, 
zuerst mit dem Rundbogenbau sich vermengend, dann ihn überwindend. 
So ist der Spihbogenstil in gleicher Weise ein Bild des mächtigen reichen 
Städtewesens in der zweiten Hälfte des Mittelalters, wie sich in den 
ernsten großartigen romanischen Bauten der würdige und strenge Geist 
der Kaiserzeit, des Zeitalters der Kreuzzüge, der großen SaOsen, Franken 
und Hohenstaufen ausspricht. Von Deutschland geht der Spihbogenbau, 
die Ueberlieferung der alten Bas1lika und der romanischen Kunst nie ganz 
überwindend, nach Jtalien weiter. 
Der Spigbogen ist schon dadurch weit reicher als der Rundbogen, weil er mit 
derselben Spannweite zu verschiedener Höhe geführt werden kann, und so bei der 
Frühgothik in stumpfer und gedrückter, noch dem Halbkreis ähnlicher Gestalt, bei 
der schönen Gothik als sphärische Darstellung des gleichseitigen Dreiecks erscheint, 
während die ausartende Kunst des Spätmittelalters den steilen SpiJbogen liebt. 
Die Konstruktion derselben ist zu erläutern. 
Z. 68. Der Grundriß der gothischen Kirche unterscheidet sich nicht 
wesentlich von demjenigen der ron;aniI;l;en. Während die romanische Bau: 
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kunst, in Deutschland wenigstens, nur dreifchiffige Kirchen 
die größeren gothischen Gebäude zur Seite des Mittelfä;iffs 
kennt, haben 
je zwei, bis:
        

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