Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leitfaden der Kunstgeschichte
Person:
Buchner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3422549
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3423422
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Baukunst. 
Romanische 
Säulen gebrach, auch die hohe Mauer des Mittelschiffes eine kräftige 
Stütze forderte, so tritt an Stelle der Säule der Pfeiler, vielfach 
durch Ecksäulchen oder vorgelegie Säulen gegliedert, wohl auch anfangs 
mit einer oder zwei Säulen abwechselnd; nicht selten werden dann, mit 
Ueberschlagung einer Säule, zwei Rundbogen durch einen größeren rahmen: 
artig umspannt. Die flache Holzdecke bleibt lange in ausschließlichem 
Gebrauch; später aber beginnt man die in der Krypta gebotene Wölbung 
auch in der Kirche anzuwenden, seltener das Tonnengewölbe, gewöhnlich 
das Kreuzgewölbe, zunächst in den Seitenschiffen, welche durch engere 
Spannung und quadratische Gliederung dazu einluden. Mit der weiteren 
Entwickelung der romanischen Baukunst wird auch das Miitelschiff durch 
rundbogige Kreuzgewölbe überspannt, jedoch mit Ueberschlagung eines 
Pfeilers, um bei der weitem Spannung eine ganz oder annähernd 
quadratische Grundfläche zu gewinnen. Es wird das Mittelschiff mit 
breiten Steinbändern, den Gurten, überspannt; dieselben werden von 
Säulen getragen, die an die Hauptpfeiler angelehnt sind oder auf Konsolen 
ruhen. Bisweilen ordnete mansin den Seitenschiffen Emporen an, 
welche Ach rundbogig umrahmt auf das Mittelschifs öffnen und so die 
Wandfläche unterbrechen, das Vorbild des Triforiurns, der unter den 
Fenstern des Mittelschiffs ringsumlaufenden Säulenstellung der Gothik. 
Z. 60. Die romanische Säule ist sehr mannigfaltig. Der Fuß 
ist im Wesentlichen der attischen Basis Es. 19J nachgebildet, wobei dem 
unteren Wulst vielfach zum Abschluß ein absteigendes oder zurückgebogenes 
Eckblatt beigefügt wird. Das Kapitell zeigt anfänglich häufig eine 
Annäherung an das korinthische, gemeinhin erscheint es als Würfel: 
kapitell, nach oben quadratisch, nach unten derart abgerundet, daß vier 
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III, IfxWIL HEFT; W 
Wü:fe1kapiteI1e. 
schmucklose oder mit reichem Zierat meist aus Pflanzensamen umkleidete 
halbtnnde senkrechte Flächen übrig bleiben; in der späteren Zeit findet sich 
auch häufig ein zierliches kelchartig gebildetes KapitelI. Der Schaft 
zeigt keine Kanellirung, dagegen in der späteren Zeit eine nicht selten
        

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