Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leitfaden der Kunstgeschichte
Person:
Buchner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3422549
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3423261
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und 
Plastik 
der 
Malerei 
Röiner. 
von Athen, der Meister der mediceischen Venus zu Florenz, die s. 33 erwähnten 
Glykon nnd ApolIonios, vielleicht auch die Meister des farnesischen Eueres und 
gvrggleßschkn FechterBs Es. 34J. E1IL;1deire gefeierteDgriechisehe W5gke fausnro;niEEher Zeit 
er pp o von e vedere at canJ, die iana von er a e ouvre , 
die beiden Rossebändiger des Monte Cavallo, der Nil und die Ariadne des 
      
eine a blüte der un unter adrian im irren ernten Antinous. a re e 
stehende und figende, ganz und halbbekleidete Kaisersi;uren; Neros Erzkoloß als 
Sonnengott, 35 M. hoch, ein Werk des Zenodoros, ist zerstört, erhalten das eherne 
Reiterstandbild des Mare Aurel auf dem Capitol. Auch herrliche Frauengeftalten 
CLivia, Agrippina vielfach, die Herkulanenserinnen in DresdenJ. In der späteren 
Kaiserzeit ließen sich die hohen Frauen öfter als Venus darstellen, auch mit abnehms 
barem HaarpuB. Veliebt war in der römischen Kaiserzeit, besonders seit Trajan, die 
BenuHUng.überharter oder bunter Gesteine, des Granits, Basalts, rothen Porphyrs 
oder schwarzen Marmors, zur Darstellung von Centauren, Satyrn, fremder Gottheiten 
und Mensehens man bildete Köpfe und Glieder aus weißem, die Gewänder aus 
buntfarbigem Marmor, feste Augen in natürlicher Farbe ein, alles Beweise beginnender 
Geschmacksverirrung. Schöne Reliess am Bogen des Titus.und Trajan; die am 
Bogen des Septimius zeigen Geistesarmuth und handwerksmaßige Roheit, noch mehr 
die Zuthaten des Trajansbogens aus Constantins Zeit; die1en1tIgen der Kaisersanlen 
schon durä; ihre Windung, ihre endlose Länge, ihre Ueberfü e an Figuren, ihre 
malerische Anordnung erheblich schwächer; die besten die der Trajanssäule. Die 
werihvolisten Werke der späteren Kaiserzeit sind die jeht aufkommenden marn3ornen 
Pr a eh is ä r g e mit Reliess aus der Heroensage von theilweise ganz vorzüglicher Sehonheit. 
Dio scorides , berühmter Steinschneider unter Augustus. Auch das Kunsthandwerk 
brachte in Prachtgefäßen, aus Halbedelstein oder farbigem Glas geschnitten oder aus 
Silber getrieben, Vorzügliehes hervor.  
3. Die Malerei der Römer. 
Z. 48. Die Malerei wurde von den Römern selbst frühzeitig geübt; 
doch erscheinen schon seit 224 v. Chr. griechische Maler in Rom, kein 
Künstler von durchschlagender Bedeutung. Jn der Kaiserzeit ward besonders 
die Wandmalerei geübt, für deren Kenntnis die zahlreichen Wandgemälde 
von Pompeji von höchstem Werthe sind: höhere Handwerksarbeit, meist 
dürftig in Farbe und Lichtwirkung, aber von vollendeter Schönheit der 
Zeichnung und Anordnung, Darstellnngen aus der Götter: und Herden: 
geschichte, Tänzerinnen, Genien 2c., ohne Zweifel vielfach Nachbildungen 
gefeierter älterer Werke, außerdem Stilleben, Frucht: und Thierstücke, 
zierliches Blatt: und Blumenwerk, leicht anfgebaute Gliederung der Wände 
aus Stab: und Rankenwerk. Für die Folgezeit fehlt uns die Anschauung, 
schwerlich zu unserm Nachtheil ; in den Gemälden der christlichen Katakomben 
zeigt sich die Malerei durchaus herabgekommen. 
Eine Lieblingskunsiübung der Kaiserzeit zur Verzierung der Decken, 
Wände und besonders der Fußböden war die Mosaik Es. 36J, durch 
ihr Material der Zerstörung minder ausgesegt, zugleich aber auch un: 
künstlerischer, unfreier, handwerksmäßiger. Neben manchem Trefflichen 
viel Rohes in Gegenstand und Technik. 
Um 300 v. Chr. erscheint Fabius Pictor als Wandmaler eines Tempels, ebenso um 
200Paeuvius; hernach, sagtPlinius, ward die Malerei nicht mehr in anständigen Händen 
gesehen. Schon seit 224 v. Chr. finden ßch griechiscPe Maler in Rom; berühmt 
um 100 v. Chr. Timomachos von Byzanz CMedeaJ, La a von Kyz1kos, auch Bildnis; 
malerin. Das berühmteste Mosaikwerk die Alexand ers chlacht aus Pompeji zu Neapel; 
sehr viel Handwerksmäßiges, Feöhterkämpfe 2e., zu Rom und in den Vrovinzen.
        

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