Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grübeleien eines Malers über seine Kunst
Person:
Knille, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3420038
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3421527
XZO 
EntcvickelungSstadien 
in 
Meisteratelier5 
Zu 
verlegen 
seien. 
Seit mehr als zwanzig Jahren und bis auf 
die Gegenwart sind energische Direct0ren, zugleich 
hervorragende Künstler, bestrebt gewesen, hier ein 
Compromiß zu schaffen. Es ist ihnen auch ge: 
lungen , frische Kräfte in dem alternden Orga: 
nismus arbeiten zu lassen und bei den Schülern 
manche tief gesunkene Hoffnung neu zu beleben. 
Aber, so dankbar dieses anerkannt werden muß, 
sie haben bis heute nicht vermocht, den morschen 
Kern der Anstalten fest zu machen und mit einem 
Waffen und zielbewuszten Rögime wie in Paris zu 
versehen; vielmehr scheint auf den 2lkademien die 
mala ödes  und sogar unter den Cehrern  gegen 
alles Classen: und 5chablonenmäßige in der Zunahme 
begriffen zu sein. Bei deutschen Malern habe ich 
kaum je ein Dankgefühl für ihre einstige alma mater 
bemerkt, wohl aber unzählige Male den Ausruf ge: 
hört: ,,Was ich bin, das bin ich trotz der 2lkademie 
gew0rdenlU 
Nimmt man hierzus die fXchtbaren Mißerfolge 
des bisherigen Unterricht5: Abstumpfung statt Uns 
regung der Phantasie durch vieljährige monotone 
ZNodellstUdien, erschreckende Halt: und Hülflosigkeit,
        

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