Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leopold Robert
Person:
Zoller, Edmund
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3416492
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3417489
Er verbindet sich mit einem andern Gefangenen, der ebenso 
entschlossen ist, als er, und eines Tages, als sie in einem 
Gehölz beschäftigt sind, Holz zu schlagen, tödtet jeder einen 
Soldaten Lieder Galeerensträfling hat seinen Soldaten, 
der ihn wie sein Sihatten bewarhtJ, und entflieht. Neben 
einander über den Tiber schwimmend, machen sie, entblößt 
von Allem, vierzig bis funfzig Stunden über Berg und 
Thal und werfen sich in die Berge von Terraeina, wo 
ein Preis auf ihren Kopf geseHt wird. 
Der Genosse Nardelli7s war ein Lieutenant. Einige 
Andere verbinden sich mit ihnen und die Truppe badet 
sich zwei Jahre lang im Blute der römischen und nea: 
politanischen Carabiniers. Die Banditen, zuletzt auf einen 
Berg zurückgedrängt, vertheidigten diesen Posten Sc;ritt 
für Schritt, und fielen einer um den andern unter dem 
Feuer der Gewehre. Nur der Lieutenant und NardelIi 
waren noch übrig: aber der Kreis wurde immer enger. 
Endlich sahen die Carabiniers den Lieutenant auf dem 
Gipfel des Berges knieend und das Gewehr auf einen 
Felsvorsprung gestiiht: er wollte sc;ießenz die Carabiniers 
stürzen ihm aber entgegen: er war eine Leiche, eine Kugel 
hatte ihm die Brust durchbohrt, als er gerade im Be: 
grisTe war, Feuer zu geben. Sein Blut tauchte noch, 
und es fragt sich, ob der homerische Räuber sich stolzer 
gekrümmt hätte, als dieser Bandit der Apenninen. In 
diesem Augenblicke stürzte ein Pinienftamm an der Seite 
des Berges herab: Nardelli hatte ihn entwurzelt und 
wälzte sich mit ihm in die Tiefe. Blutend, mehr als 
halbtodt wird et nach Mola di Gaöta gebracht und die 
neapolitanischen Gend7armen verlangen von dem päpsi: 
lichen Gouvernement die versproihenen hundert Piasterz
        

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