Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leopold Robert
Person:
Zoller, Edmund
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3416492
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3417206
Knabe kam wieder in die Familie zurück und copirte einige 
schlechte Kupferfiirbe, die seinen Geschmack mehr verderben, 
als entwickeln und reinigen konnten. 
Der Vater war indeß mit braven Leuten Von Locle 
bekannt, den Girardets, vom Vater zum Sohne .Zeirhnern, 
Bushhändlern, Herausgebern von Almanaehen, Kupfer: 
stekhern und Malern, die in ihrem niederen Laden, wo 
sie eine Zeichensrhule hatten, eine kleine Kunstwelt ver: 
sammelten. Zwei Brüder dieses Namens übten damals 
die Kupfersterherkunß aus: der Eine war jener berühmte 
Abraham Girardet, der unter dem Kaiserreich sich durch 
den ,,Trinmph des AugusiusU berühmt gemacht und nach 
dem heutigen Terminus mit seinen Kupferfiirhen im 
Sthle Fiqnets die meisten Sa1nmlungen und Luxusaus: 
gaben ,,illustrirteH, die während der Restauration erschienen: 
ein Kiinsiler von außerordentlic,7er Geschicklichkeit, dessen 
Talent in dem Genusse Von Wein nnd starken Getränken 
untergegangen. Der zweite Bruder nannte sieh Charles 
und besaß weder das Talent noch die Fehler dieses aus: 
gezeichneten Künstlers. 18l0 von Paris zurückgekommen, 
um Reh in einem benachbarten Städtchen von Locle zu 
verheirathen, rilsiete sich Charles, in die Hauptstadt zurück: 
zukehren nnd machte Leopold den Antrag, er wolle ihn 
mit sich nehmen und in seiner Kunst ausbilden. Roberts 
Vater gab seine Zustimmung und Leopold brachte die 
ersten Jahre seines Aufenthaltes zu Paris bei diesem 
Ihrenwerthen Praktiker zu. 
Girardet lehrte ihn die ersten Anfang8gründe der 
KUpfersteeherkunsi, half ihm auf feine Art bei dem Studium 
der .8eichenknnft, schickte ihn, damit er nach der Natur 
arbeiten lerne, in die Academie der schönen Künste und
        

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