Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leopold Robert
Person:
Zoller, Edmund
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3416492
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3419426
Ehe wir zu den Ereignissen der ungliicklikhen Leiden: 
scbaft kommen, welche eine der Ursachen von Leopolds 
Tod bildet, wollen wir einen Augenblick in sein Leben 
zurückgehen; folgen wir ihm in die Welt; werfen wir 
einen Blick auf die wenigen Freundsrhaftsbiindnisse, die 
er während seines AufenthalteS in Italien schloß; man 
wird dann eher den eigenthiimlichen Reiz begreifen, der 
einen so schmerzlichen Einfluß auf seine legten Jahre 
au8übte. 
Nach seinen ersten bedeutenden Bildern hatte ihm der 
Ruf die Salons vieler großen Häuser in Rom, Florenz 
und Venedig geöffnet, und dessenungeachtet war sein 
Leben in Folge einer entschiedenen Abneigung gegen die 
große Welt und einer beständig zunehmenden Menschen: 
scheu beinahe ebenso zurückgezogen, als einzig und allein 
der Arbeit gewidmet. Er stand frühzeitig auf, arbeitete 
den ganzen Tag, er verbrachte einen Theil der Nad9t 
mit Schreiben. Während des Carneoal8 in Rom, der 
sein tol1es Wesen auf dem Corso treibt, floh er das be: 
täubende und lärmende Gewühl. Auch an Sonn: und 
Festtagen mied er die rausihenden Vergniigungen. Um: 
geben von jungen Landsleuten, die er in ihren Studien 
leitete und die ihn wie ihren Vater liebten, besuchte er 
im Osten oder Süden Roms, im stillen Theile der Stadt, 
eine hübsche Aussicht oder eine Ruine. Er ging in den
        

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