Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leopold Robert
Person:
Zoller, Edmund
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3416492
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3419329
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mich gemacht. Ich habe sie nie gesehen, aber 1nan 
riihmte so viel ihren Charakter 1md ihre Güte, daß ich 
immer meine, es sei ein großes Unglück über diese Welt 
gekommen, wenn Geschöpfe, die ihr als Muster dienen 
könnten, um eine bessere Menschheit darnarh zu formen, 
uns entrissen werden sollen.U  ,,E8 ist sehr traurig,U 
sdjrieb er am 25. Juni desselben Jahres, ,,Diejenigen 
zu verlieren, die wir lieben und sehr schwer Trost zu 
finden für jene grausamen Ereignisse, die uns unser 
Nichts erkennen lassen. Die Zeit läßt uns bisweilen 
durch das Fernerriicken des erlebten Ungliick8 dasselbe 
vergessen; aber die Religion, wie n1irtscheint, bereitet 
uns aus dies künftige Elend, Resignazion und Muth 
einslös;end, vor. Es ist dies nicht die Religion des 
Wortes und der Gebräuche, sondern des Herzens, die, 
wenn Sie wollen, Philosophie sein kann; kurz ein tiefes 
Gefühl, daß diese Welt nicht unsere einzige Wohn2 
states ists 
Das freiwilIige Ende seines Brudes Alfred im Jahre 
1825 hatte ihn tief erschüttert. Seit diesem furchtbaren 
Ereigniß war er moroser geworden und so oft ihm der 
Gedanke vor die Seele trat und das geschah sehr häufig, 
schmierte er zusammen. Man lese die Worte, die er an 
Marcotte richtete: 
,,ES schlägt Mitternakht: ich wollte bis zu diesem 
Augenblicke warten, um Ihnen zu sagen, daß ich an 
Sie, an Ihre liebe Familie denke, daß meine Bitten für 
Ihr Wohlergehen, Ihre Gesundheit und alle Wünsche, 
die Sie haben können, heißer sind, als jel Ein neues 
Jahr hat denn begonne11l Wie die Zeit vergeht und 
wieviel. neue Ereignisse sie in ihrem Schooße trägt1
        

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