Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leopold Robert
Person:
Zoller, Edmund
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3416492
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3419189
die mehr der römischen Rate angehören, zu wenig im 
Auge behalten. 
Gewissermaßen eine Vertheidigung dieses hinterlassenen 
Werkes findet sich in einem der legten unedirten Briefe 
an Mareotte vom 14. Januar 1835. Der arme Leopold 
war außer sich, als er.eine scharfe Kritik zu Gesichte 
bekam, die einem Gondolier in den Mund gelegt wird 
1cnd während der Ausstellnng der Fischer in einem vene: 
zianischen Blatte erschien. Er war von den iibertriebenen 
Lobe8erhebungen der Neugierigen aller Classen, die zu 
seinem Bilde walIfahrteten, beinahe erdrückt worden. 
Nach dem Enthusiasmus eines gewissen schriftsiellernden 
Grafen, der gewichtigsten Feder des Ortes, welcher beinahe 
einen ganzen Tag bewundernd vor dem Bilde gestanden, 
hätte man glauben sollen, er werde ein Gedicht auf den 
Künstler machen; statt dessen war der AngriH des vor: 
geblirhen Gondoliers das einzige in Venedig über sein 
Werk gedr1ukte Wort. Und Niemand antwortete auf 
diese HerabseHung. ,,JaiH rief Robert, ,,diese Thatsaihe, 
in Verbindung mit meinen Briefen, wird eine gute 
Lehre für diejenigen sein, welche ein großes Werk in 
einer ungewöhnlichen Weise anfangen, mögen sie auch noch 
so sehr von dem Willen durchdrungen sein, es gut zu 
machen.   . Wenn ich diesen Artikel lese, fürchte ich 
nur, Sie könnten glauben, die Natur sei nicht meine 
Führerin gewesen. Ich gestehe mit dem Gondolier zu, 
daß die Scene in allen ihren Detail8 niemals in der 
Natur Vorkommen wird; man. würde weit leichter das 
Gepräge physischen und moralischen Elendes treffen, aber 
ich wiederhole es bis zum leisten Athemznge: wenn man 
die Natur darstellen müßte, wie sie ist, ohne Wahl, so 
Leopold Robert. 14
        

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