Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leopold Robert
Person:
Zoller, Edmund
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3416492
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3418837
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mir noch zu thun bleibt, mein ganzes Talent erheiscbt. 
Noch fünf bis sechs Tage, und es ist nicht mehr davon 
die Rede. Das Ende eines Bilder; ist es, was es für 
den Künstler rettetz denn dann gilt es nur noch der 
großen Masse, nicht mehr den Details. In solchem 
Momente kann man dem, was man gemacht, noch den 
letzten Stempel des Genies ausdrücken, wenn man welches 
hat. Dann tritt das Fpoetische durch den geheimnißoollen 
Reiz des Efectes ein; dann sagt uns das Gefühl, was 
man opsern muß und was anziehen muß. Wenn 
materiell alles gethan ist, ist noch nichts siir das Herz 
gethan. Ich habe mein Bild genau betrachtet; ich bin 
Von dem, was ich machen wollte, seit dem ersten Augen: 
blicke völlig durchdrungen und weiß, was mir noch zu 
machen bleibt. Ich habe meinen Entschluß gefaßt, indem 
ich mir sagte, daß ich entweder daran zu Grunde gehen 
oder daß es mir gelingen werde, eine originelle Pro: 
duczion zu schaffen. Ich bin mit voller Energie an 
meine Arbeit gegangen und in acht Tagen habe ich ein 
neues Bild vollendet. Es mag das kühn scheinen, aber 
was wollen Sie, ich bin von meiner Aufgabe erfüllt. 
Wenn man sich seinen Freunden nicht ganz offen giebt, 
wem sollte man sich sonst so zeigen2 Glauben Sie 
deshalb aber nicht, daß ich mein Bild schmiere: ich habe 
noch nie solche Freude an dieser Arbeit gehabt. Die 
Beharrlis:hkeit ist gut: sie beweist vielleicht die Fähigkeit.U 
Am 30. desselben Monats war sein Feuer berrauchtz 
er marhte den leHten Pinselstrich an diesem ewigen Bilde, 
das er hundert Mal zu zerreißen auf dem Punkte war, 
wie ehedem den Jmprooisator und das Madonnenfest: 
eine seltsame und selbsimörderiscbe Wirth, die sich auf
        

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