Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leopold Robert
Person:
Zoller, Edmund
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3416492
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3416998
VI 
scheidung von Historie und Genre ist so sinnverwirrend, 
daß man glauben sollte, sie sei eine Erfindung der 
Künstler, die am babylonischen Thurm gearbeitet. In: 
dessen ist sie von späterem Datum. In den ersten 
Perioden der Kunst gab es nur .Historienmalerei, nämlich 
Darstellungen aus der heiligen Historie. Nachher hat 
man die Gemälde, deren Stoffe nicht blos der Bibel, 
der Legende, sondern auch der profanen Zeitgeschichte 
und der heidnischen Götterfabel entnommen worden, 
ganz ausdrücklich mit dem Namen Historienmalerei 
bezeichnet; und zwar im Gegensätze zu jenen Darstellungen 
aus dem gewöhnlichen Leben, die namentlich in den 
Niederlanden aufkamen, wo der protestantische Geist 
die katholischen und mythologischen Stoffe ablehnte, wo 
für letztere vielleicht weder Modelle noch Sinn jemals 
vorhanden waren und wo doch so viele ausgebildete 
Maler lebten, die Beschäftigung wünschten und so viele 
Freunde der Malerei, die gern Gemälde kauften. 
Die verschiedenen Manifestazionen des gewöhnlichen 
Lebens wurden alsdann verschiedene Genres.  Als 
die Kunst, nachdem sie lange geschlafen, in unserer Zeit 
wieder erwachte, waren die Künstler in nicht geringer 
Verlegenheit ob der darzustellenden Stoffe. Die Sym: 
pathie für Gegenstände der heiligen Historie und der 
Mythologie war in den meisten Ländern Enropa7s 
gänzliTh 
erloschen , 
fOgar 
in 
katholischen 
Ländern , 
und 
doch 
schien 
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Costüm 
der 
Zeitgenossen 
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zu 
Uns
        

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