Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Renaissance im Norden und die Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts
Person:
Springer, Anton Springer, Jaro
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3405034
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3409025
Rom. 
Akademie 
franzizsische 
Die Architektur 
UUTc1T 
Ludwig 
baue, welcher im 17. Jahrhundert noch eifrig gepflegt wird, kehren die italienischen Formen 
häufig wieder. Nur der Grnndriß hält an der altheimischen Sitte fest. Ein Hof sperrt 
regelmäßig das Hotel von der Straße ab, die Anordnung der inneren Räu1ne opfert die 
Bequemlichkeit nicht vollständig dem Prunke der Repräsentatiou, obschon auch für diese durch 
stattliche Vorhallen, Galerien u. s. w. gesorgt wird. Kiinstlerischen Wert und Wahrhaften Glanz 
empfangen alle diese Bauten erst durch die innere Dekoration. 
Die Akaden1ie in Rom   
brachte nicht die gehosfteu Früchte,  
sie läh1ute die künstlerischen Kräfte ; 
mehr, als daß sie sie aufgefrischt  
hätte. Dagegen war die Grü11:  
dung der GobelinnIan11faktur, ihre L 
Erhebung zur ;;ma.nufact.ure  
        
r0m1ec: durch Colbert 1662 eine  
epoehemachende That, welche der  
französischen Kunst für Menschen:  Es 
alter eine herrschende Stellung    
in Europa sicherte. In der   
Mannsaktur fanden Künstler und    
Kunsthaudwerker aller Art: Bild: i..IY .s:  J    
hauer, Maler, Ebe1iiste11, Gold:    As   
schkn1ede, reiche Beschäftigung und zz.  H   s     
Unterweisung. Denn dem Ei11:       l,     
tritte in Spezialwerkstätten ging       Z.    jJ7 
ein sorgfältiger Zeichenunterricht     
voraus. Schon dadurch, daß hier     Hi Z it  .7isss IV Ysss1,.   
die schönsten Möbel für das Ver:           
fauler Schloß geschaffen wurden,    
glänzende Aufgaben von allen  
Seiten znströmten, mußten die .     ils ists i 
          
werden. Die te nif e  .tig: ,7sl7fsW:33FFiiW   s ji; 7L;ij;sH 
keit der Werkleuct,e iJgte wciJeder  
Künstler an, Entwiirfe z11zeiEhneu         
Und sich ZU dem KUUskHAUdWEVkC Fig. 366. Der Jnvalidendom in Paris. 
in eine engere Beziehung zu sehen. Von Jules Hm.do,,in M,msark, 
Aehulich wie im 16. Jahrhundert 
die Klein1ueister auf das Kunsthandwerk der deutschen Renaifsanee einen nachhaltigen Einfluß 
übteu und diesem zu europäischem Rufe verhalfen, boten die französischen Dessinateure unter 
Ladung XIV. nnd XV. den mannigfachsten Kunstgewerbeu reiche Muster und bestimmten den 
dekorativen Stil. Die Schilderung der auseinander folgenden französischen Dekoratiousmoden 
deckt sich beinahe vollständig mit der Erzählung der Schicksale des enropäischeu Kunsthandwerkes 
seit dem Ende des 17. Jahrhunderts. Diese Thatsache wird nicht durch das Ansehen des 
Versailler Hofes allein erklärt, sondern sie findet auch ihre Begründung in der Tüchtigkeit der 
französischen Oruamentisteu.
        

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