Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Renaissance im Norden und die Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts
Person:
Springer, Anton Springer, Jaro
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3405034
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3408552
Kunst 
Bildern Oe 1ncän21ge de menujsier im Louvre 1640, die .L7olzhackerfan1ilie in Kassel aus dem 
Jahre 1646J. Er versetzt uns in den engsten, dürftigsten Raum, in ärmlichste Verhältnisse; 
trotzdem aber und trotz der holläudischen Verkleidung Josephs: 11nd Marias weiß Reml1randt 
doch durch die warme, harmonische Beleuchtung den Eindruck heiligen Friedens zu wecken. Der 
h. Familie schließt sich die Anl1etung der Könige C1657J im Bnckinghampalaste und die 
Darstellung im Tempel C1631J im Haag a11. Beide Gemälde, obschon der Zeit nach weit von 
einander entfernt, zeigen die vollendete Handhabung des Helldnnkels. Wie ganz anders leuchten 
aber doch die Farben in der späteren Schöpfungl Von der Vertiefung des Künstlers in die 
bil1lische Welt legen die Bilder, welche der Schilderung Christi als. Lehrer nnd Wnnderthäter 
Opfer 
Manoahs5, 
Rembrandj 
Dresden. 
gewidmet find, ein weiteres Zeugnis: ab. Die Parabel von den Arbeitern im Weinberge 
schildert er in dem Gemälde in Petersburg C1637J, die andere von dem wuchernden Psunde 
in der Radierung, welche unter dem Namen ;:der Goldwägercc geht. Zu einer reichen Volks: 
szene gestaltet er die 2:Ehebrecherin Vor Christnscc C1644J in der Natioualgalerie zu London; 
die Heilung der Kranken durch Christus gab ihm Anlaß zur Schöpfung der unter dem Namen 
DHundertguldenblattE CFig. 32t3J berühmten Radiernng C1650J. Die Passion war für ihn, wie 
für alle nordischen Künstler, ein Ereignis voll des herbsten Erustes und von tragischer Gewalt. 
Seine Bilder und Radiernngen ans der Passiousgefchichte werden, ähnlich wie Diirers und Holbeins 
Passionsszeuen, von demselben Geiste getragen, Welcher Paul Gerhard dass Kirchenlied ;;O Haupt 
voll Blut n11d Wuudenic eingab. Die Beimifchuug jiidischer Charakterkopfe und orientalischer 
Trachten, deren Kenntnis das Judeuquartier 1Ind der Hafen von Amsterdam bequem vermittelten,
        

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