Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Renaissance in Italien
Person:
Springer, Anton Springer, Jaro
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3401342
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3404757
äabrbunbcrt: 
agncbrcnaii 
EDEuIeYei 
Ebcritalicn. 
ftattliche Slieihe von Qlltarlverfeic, Ivelche Durch Die vornehme, ruhige shaltung Der (Särnpven 
nnD Die miirDevnlle Qäemegung nnD anii-Dricclä-vvlle (ZmfwfinDicng Der Cßbeftalten mächtig ivirfen. 
311 feinen: vollen Qälange geigt er fich nur in feiner FliaterftciDt, Deren Siirchen er mit läemülDeic 
fchniürlte; Dvcl) bieten cinch Die Cüalerien in S-ranffurt nnD Üien (h. SLIfTiIIcT) gute Eßrvben 
feiner Siinnft. äiJivrtini, Der ächiiler Eliiorettnä, übertrifft feinen Qehrer in Den QiiIDniffen 
Durch gefällige tllnorDnnxcg unD ÜÜCJJäCIIQCIIÜC ißahrhciftigfeit. 
iäeneDigä giihe Bebenäfraft, Ziäianää herrfcheuDe Qtelluug waren wohl im ftanDe, Den ßerfall 
Der veuegianifchen Siunft lange 31lIÜCfä1IhülfCII; fie fnnnten aber Doch nicht hinDern, Daf; Die 
veriinDerte ßeitftimitiung allmählich auch auf Die fünftlerifche Qluffaffung nnD Die ißtalmeife in 
QEeneDig (iinflicfi übte. (Die jüngere Sliichtung ivirD Durch givei hervvrragenDe Sliieifter vertreten, 
Durch facopv Üivbufti, genannt Iintvretto (1519_1594) nnD ißaolv Galiari ilieronefe 
(1528-1588).   
Iiutvrettv fprengt Die (Einheit Deä veneäianifchen ätileä, iuDem er nicht allein an Die 
ätelle Der allfeitig vom Sichte umftrüniten gvlDigen äarbe einen ftiirferen Eeclffel vvn Sicht 
nnD ächatten fegt, fvnDern anch einer heftig bewegten, unruhigen GmpfiuDnngätveife mit Bar: 
liebe Qlnä-Drncf leiht. Slliichelaugeloß ucächtige Cvßeftalten gngen ihn an, Dabei fonnte er fich 
aber von naturaliftifclfen Biegungen nicht frei machen. "Daher üben feine fpiiteren ißerfe felten 
eine haruwnifche ißirfnng. ibvch felbft in friihen Ißerfen, in welchen noch Die alte veueäianifclfe 
äarbenfnacht herrfcht, mie in Der Göeburt Deß Sohanneä in Sßeteräbicrg oDer in Dem äIßnnDer 
Deä h. Sütarluä, Der gar SRettung eiueä geniarterten (Shriften vmn sjimmel hernnterftiirmt 
(äig. 298), marht fich eine faft iiberreiäte äöelneglicljfeit nnD eine übertriebene äreuDe an reichen 
Sitompofitivnen geltenD. Eintorettn mufä eine innerlich unruhige Statur gemefen fein, welche 
fich fchvn von sjanfe an-Z- in Dem überlieferten "ätile eingeengt fühlte. Qllä er vollenDß eine 
EUialmeife annahm, welche Die illrbeit ungemein förDerte, ftarfe Srucfenfiruiffe amnanDte, fteigerte 
fich mit Der äruchtbarfeit auch feine sjaft nnD äliirhtigfeit. iDiit mächtigen ßeinmanblvilDeru 
füllte er nicht nur venegianifche Siirchen, fvnDern auch Den ibngenpalaft au, Der nach Dem 
QSranDe von 1577 eineä neuen malerifchen Gchmitcleä beDnrfte. Iintnrettvä QSaraDieä im 
Cäaale De? (Drohen ERat-ä ift wegen feiner riefigen Qirtifäe berühmt, nicht minDer icmfaffenb 
finD Daää iüugfte Cßßericlft nnD Die illnhetnng Deä gvlDenen Sialbeä in Der Stirclfe Dell' Qrtv. 
llnter Den für Die Scuola di S. Rocco (ilirüberfchaftähanä) gemalten ißilbern ragt Die ßreugigung 
hervor. 311 einer lebenDigen reichen "linlfäfgeue erweiterte er Den üvrgang, eine in Den 11m: 
riffen vvllenDete nnD Durch Den QIuQDrncE ergreifeuDe Cvrupve fclhilDerte er in Den flagexiDen 
äraueic am ßufge Deä (Stlreicäeä (äig. 299). 
äßavlo Sßervnefe fam erft alä ein fertiger ßtüuftler, Der bereitä mehrere Qäillen mit 
ßreäfeu gefchmücft, nnD fich auch in RirmengemälDen erfolgreich verfncht hatte, 1555 nach 
Qienebig. Qein QBunDer, Daf; er auch fernerhin in eingelneic Sbingen an Den iraDitionen Der 
Gchnle feiner QEaterftaDt Servna, 5. 5B. an Dem feinen filbergranen äarhentone, fefthielt. 
Smmerhin Darf er alß ein echter Sieprüfentant Deä venegianifchen Qebenä nnD Der veneäianifchen 
Siunft gelten. Ear auch Die politifche ßeDentixng nnD Die ßanDeläniacht Der Eliepnblif in rafchem 
Cäinfeu begriffen, fo hatte fich Doch noch Daä öufgere äßrnnfgeriifte Der früheren sjerrlichfeit er: 
halten, Die äErenDe an einem glängenben Slluftreten nnD feftliclhezi Sehen noch gefteigert. fben 
QBieDerfchein Diefer ßuftüicDe geigen Qäervnefeö ißerfe. Sfgn prächtige ßJiarmnrfnlonnaDen verlegt 
er Den Cäclfaicplatg, Der biblifchen (Sjaftmtihler (sjvchgeit gu (Sana im Souvre, Daä (öaftmahl 
imiahanfe Qeviä- in -Der QIfaDemie 3,11 FSeneDig (äig. 300), Dali Qiaftmahl bei (äinmn in Der 
Inriner (öalerie, Die ßjnchöeit äu (Sana in QreäDen u. f. m.) nnD ftattete fie mit allein 
(Sjlange eiueä vvrnehnc üppigen (Sjelageä auää. Qgn feinen ßraueugeftaltexi liebte er eä, Durch
        

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