Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Mittelalter
Person:
Springer, Anton Springer, Jaro
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3398264
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3401037
Die 1nittelalterliche Kunst 
in Jtal 
nordischen Charakter, was sich ans der Herknnft ihres Stifters, eines EngVländerIs, erklärt. 
Ans;en aber mußte doch, wenn auch nur in bescheidenen Maße, durch Farl1emoechsel der 
Steinschichten, der herrschenden Sitte der Jslachdekoration gehnldigt werden. 
J1n Innern der Kirche von Monreale wird der Farbenglanz der Dekoration natürlich 
noch 1nehr gesteigert als a11 der äußeren Architektur. Mar111orsäulen tragen die OlIertvände, an 
welchen Mosaikbilder auf goldenem Grunde strahlen, sarbiges Ornament bedeckt alle kleineren 
Flächen und Bauglieder, selbst der offene Dachstuhl prangt in farl1igem Schi1n1ner CTaf. VI. 
Der Kirche zur Seite liegt der beriihn1te Klosterhof, nach iiblicher Sitte ein von Arkaden ein: 
gefaßtes Viereck mit vorspringenden1 Brunnenhaufe. Aber die gek11ppelten Säulen, welche die 
Spi1,zboge11 tragen, haben musivisch ausgelegte Schäfte, zeigen an den Kapitälen außer reichem 
Blattschrnucke auch figiirliche Darstellnngen in zierliche1n Relief CFig. 327J. J1n KlosterlJofe 
von Monreale herrschte nicht mönchischer Ernst nnd Entsagung, sondern Leben4Jlust und wahr: 
haft orieutalische Prachtliebe. A11LJ dem Orient holte überhaupt die 11or1nannischc sinnst auf 
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Kapitäl 
vom Klosterhofc 
Monreale. 
Sizilien ihre besten Anregungen, bald ans dem arabischen Knltnrkreise, bald ans der bhzantii 
nischen Welt. Von byzantinischen Künstlern sind auch die älteren Mosaikge1nälde ausgefiihrt 
worden, welcJe die Kuppeln nnd Wände in der Palatina, in der kleinen Kirche Martorana, in 
Monreale und außerhalb Palermos in Cefalu bedeclten. Bei den jüngeren Bildern kommt 
schon ein heimisches oder wenigstens ein italienische43 Element zur Geltung. 
Die ästhetische Würdigung muß die Nor1nannenkunst in Sizilien sehr hoch stellen. Po: 
ler1no war ohne Zweifel im 12. Jahrhundert die glänzendste, knnstreichste Stadt Italiens. 
Anders freilich lautet dass historische Urteil. Die dortige Kunstbliite wurzelte im höfischeu, 
nicht im Volksboden. Sie fand daher, als die fürstliche Macht verfiel, keine Nachfolge ans der 
Insel. Aber auch auf das Schicksal der italienischen Kunst hat die Normannenkunst keinen 
besti1nmenden Einfluß gehabt. Die tuittelalterliche Kunst Italiens entwickelte sich unter völlig 
verschiedenen Voraussetzungen in ganz anderen Landschaften. 
In schroffe1n lS5egensatHe zu Sizilien, wo sich aus der vornor1nannischen Periode kaum 
ein Bauwerk erhalten hat, darf sich Oberitalien einer beinahe nuunterbrochenen Vanpflege
        

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