Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Altertum
Person:
Springer, Anton Springer, Jaro
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3395338
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3396367
Dorischer 
als das dorische Kapitäl; nicht dieses hat zur Schöpfung des Kymation geführt, sondern 
dies Glied wurde auf das Kapitäl übertragen, weil es galt, auch hier den Druck in der 
Richtung nach unten sinnbildlich anzudeuten. Daher erklärt sich die weite Ausbreitung der 
Welle und ihres Schmuckes CFig.107 u. 108J, sowie die Varianten in der Wahl des Profiles 
und der Blätter Ceiförmig mit Echinus: 
profil, herzförmig mit Karniesprofil 
: ionisches und lesbisches KymationD, 
je nachdem die Aufgabe des Baugliedes  
stärker oder schwächer betont werden  
soll. Jedenfalls gehört der Blätter: 
schmuck mit seiner ausdrucksvollen Kraft sss7fKIfTk.sE    
nicht dem Gebiete der Architektur aus:   
schließlich an, er konnte hier gar nicht  
zuerst erfunden werden. Aus der 
Kunst der Weberei und Töpferei wurde   
er auf den monumentalen Steinbau   
übertragen. Es finden sich daher die Fig. 105. Dorisches Kapitäl Lvom il. Tempel zu PaestumJ. 
BlcItt0rI1amente der Architektur auch   s.     
auf Gefeißeu ideutisch in Bildung und     
Bedeutung CFig. 109 h.  Auch das LsIii1siskpLssfHHstsslIW,td,HMHs   
BandoMament cMäanderJ ist von W1.iHl iitilii;iiIi W.2MIii3MHHik  Hi      
der textilen Kunst auf die Baukunst   
übertragen worden CFig. 109aJ. Es  
schmückt hier ebenfalls solche Glieder,   
welche  Giistisssgs  Umssssimg sitItltWr.nktauttMaMtItsIu1tMMitr    as 
mit einem Bande fähig oder bedürftig  Es; s:ss ff E:ssf  fW;sII 
erscheinen, so z.B.wie es scheint die vier:     
eckige Plinthe LAbacusD über dem Echis  : W   UT  W Hi  H 
I1US. LSiehe den FF1rbeUdTUck Taf. III. Fig. 106. Dorisches Kapitäl vom sog. Theseion zu Athen. 
 A 
M XII X 
JonischeB Kymation LEierstabJ. 
108. 
LesbifcheS 
Kymation 
CWasserlaubI. 
Auch die Stirnseiten der Mauern oder Anten LFig. 110J endigen mit der Deckplatte über dem 
Kapitäl, nur daß beides hier eine einfa6here Ausbildung Cdorisches KymationJ empfängt. Die 
Anten sind übrigens ursprünglich aus den hölzernen Bohlen hervorgegangen, mit denen die 
Enden der Lehmmauern in den alten Häusern und Tempeln bekleidet und befestigt wurden. 
Das Gebälk beginnt mit dem Epistylion LFig. 102, f, modern Archit1avI, dem Steinbalken, 
der horizontal auf den Säulen ruht und die feste, einheitliche Grundlage der Decke und des
        

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