Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Altertum
Person:
Springer, Anton Springer, Jaro
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3395338
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3396112
Der Orient. 
Persien. 
seiner Mutter oder seiner Gemahlin, Mandane oder Kassandane, von den Anwohnern das Grab 
der Mutter Salomons getauft. Jnmitten eines auf drei Seiten von einem Säulengange um: 
schlossenen Hofes erhebt sich eine Stufenpyramide, auf deren Plattform ein Giebelhaus steht. 
Die Stufen wie das Giebelhaus sind aus wuchtigen Quadern errichtet, die Prosile der Thür: 
einfassung gerade so wie in der älteren ionischen Architektur gezeichnet:    
Vom Palaste des Cyrus im Thale von Polvar haben sich nur einige wenige. Pse1ler und 
eine Säule erhalten; ein sprechendes Denkmal ist dagegen der rechteckige Pfe1ler mit der 
Reliefgestalt eines geflügelten schreitenden Mannes, auf dessen Haupt ein symbolischer LAegypten 
jR   entlehnterPJ Schmuck prangt CFig. 66J. Das; Ge: 
  HMAZ3L ficht des Mannes, dem die Jnschrift den amen 
  P des Cyrus beilegt, rundlich im Schnitte, mit kurzer 
N    Nase, breiter Stirn, trägt nicht die Züge der orien: 
,ssWf  MAX talischen Rasse; das enganliegende Gewand und die 
   ,X ZU Rosetten als Schmuck des Saumes gehen auf chal: 
 .     däische Vorbilder zurück, die ganze Haltung aber 
 T H,  IX, U, H J des stramm einhersChreitenden Mannes, die Art, 
   s,, ,  X wie er die Füße seht und den einen Arm hebt, 
 E  hat schon manchen Reisenden an die Grabreliefs 
;,fzltiIssHjkQ ,  altgriechischer Krieger erinnert. 
lsVz1;ffakffftW.iijx .,N  M  Ä,   Die Denkmäler der jüngeren Dynastie müssen 
 ;   7 Z  wir an zwei weit voneinander entfernten Stellen 
 END X  ,Mt;;si Es suchen. In S us a, der medischen Hauptstadt, sind erst 
 X      1885 große Trümmerhügel genau untersucht worden. 
 H NO  EIN Die architektonischen Reste gestatten kaum mehr 
   EIN    als die Wiederherstellung des Palastes, den Artus 
  .  H;  W ; xerxes Mnemon über den Trümmern eines älteren 
              
Ys;fHzH.tI;  A  er o si an einer o en a orm un ar auf 
WWis    UT W  drei Seiten von einer festen Wehrmauer umgeben. 
 XI. ; ,W  Eine Riesentreppe führte in den ersten Hof, den 
 O J RYMsIIIM  E vie1seitige Poktikeu mit Tiexbi1dem ais cschmuek 
 sue ss .M ; begrenzten. Der Treppe gegenüber ragte ein Py: 
 III;  L;   X lonenpaar in die Höhe und leitete in den zweiten 
  .7;ss Hof, in dem der Thronsaal des Königs CApadanaJ 
Fig. 66. Perserkönig.  von Murgab. stand. Der Grundriß deckt sich nicht mit dem der 
assyrischen Paläste. Doch darf man nicht vergessen, 
daß wir bis jeHt in Susa nur Prunkräume, in denen der König die Huldigungen der Unter: 
thanen entgegennahm, kennen, so daß fernere Ausgrabungen mehr Licht in die Gesamtanlage 
des Palastes bringen dürften. Die architektonische Dekoration wurde durch Emailbilder auf 
Ziegeln hergestellt. Auch darin offenbart sich ein Unterschied gegenüber der älteren assyrischen, 
sich zu diesem Zwecke der Reliesplatten bedienenden Kunst. Von den bekannt gewordenen Proben, 
einem Friefe schreitender Löwen zwischen einem reichen Ornamentbande und einem Friese gleich: 
falls im Profil schreitender Krieger, je fünf durch einen Pilaster getrennt, fesselt das leytere 
Werk besonders unsere Aufmerksamkeit. Der Widerspruch der älteren Kunst, die Gestalten halb 
im Profil, halb in Vollansicht zu zeichnen, ist glücklich beseitigt, in die Köpfe eine größere 
Mannigfaltigkeit gelegt; die reich gemusterten Gewänder, straff angezogen, zeigen wenigstens
        

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