Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Altertum
Person:
Springer, Anton Springer, Jaro
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3395338
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3396687
der gVTEcJTfcJEU 
Anfänge 
Skulptur. 
So wurde das Verständnis der reinen Körperformen, der schönen plastischen Bewegungen erworben. 
Ferner: nicht das Studium der Anaton1ie, wie in den neueren Zeiten, sondern die lebendige 
Anschauung der gymnastischen Uebungen lehrte den menschlichen Leib kennen und die Gesetze 
seiner Thätigkeit begreifen. Daher stammt die unmittelbare, naiv scheinende Wahrheit der 
griechischen Werke. Endlich muß noch hervorgehoben werden, daß die griechischen Künstler die 
seine Durchbildung und das langsame Ausreifenlassen einer mäßigen Zahl von Typen deren raschem 
Wechsel und stetiger Vermehrung vorzogen und daß sie an dem vollendeten Typus nicht will: 
kürlich änderten, sondern sich mit leichten Umwandlungen begnügten. Selbst hervorragende Meister 
hielten an bestimmten Maßen, Verhältnissen und Stellungen mit Vorliebe fest und verschasften 
ihnen in ihren Schulen ein gesekzliches Ansehen. So allein wurden die absoluten Jdeale erreicht, 
die in der plastischen Kunst der Griechen bewundert werden. 
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Relief vom 
zu Xanthos. 
Harpyien:Tenk1ual 
Museum. 
BritisctJes 
Vom 6. Jahrh. ab kann man die stetige Entwickelung der hellenischen Plastik genauer 
verfolgen. Die blühenden ionischen Küstenstädte und Jnfeln boten bereits den Künstlern 
reiche Beschäftigung. Die zu dem berühmten Apollotempel bei Milet führende Straße war 
Auf beiden Seiten mit liegenden Löwen und siHenden Statuen LMitgliedern der herrschenden 
Familien, die das eigene Abbild dem Gotte weihtenJ begrenzt CFig.160J. Die acht erhaltenen 
Marmorstatuen erinnern in der Haltung an chaldäische Skulpturen, ihre Aufstellung bringt die 
ägyptifchen Sphinxalleen in Erinnerung. Doch spricht bei einzelnen aus der feinen 
Fältelung des Untergewandes, dem Wurfe der Mäntel ein zarterer Sinn für weiche, fast 
zierliche Formen. 
Auch die Reliefs am Architrave des Tempels von As f oB LFig. 157J offenbaren in dem Fisch: 
gotte, den Löwenbildern, Sphinxen eine Abhängigkeit vom orientalischen Bilderkreise; ein neues 
Element taucht aber in der lebensfrifchen Zeichnung der einzelnen Gestalten und in der besseren,
        

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