Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der modernen französischen Malerei seit 1789
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3386212
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3393854
Con1te. 
Hamman. 
Caraud. 
Hillemacher. 
Leman. 
661 
auf die malerifGe Charakterisirnng vergangener Epoehen; in der Zeichnung 
ist er schwächer als Eo1nte, doch auch bemüht seine Gestalten durch Bei 
stimmtheit der Form a11s der reichen Umgebung herauszuheben, im Aus: 
druck ohne Tiefe und Energie, aber natürlich und einfach. Zu seinen besse: 
ren Werken gehören: Karl IX. verbirgt hinter den Vorhängen feines Bettes 
den Arzt Ambroise Paris vor feiner eintretenden Mutter C1851J; Besuch 
des Degen Moncenigo mit Tiziau bei Paul Veronese, eine Gelegenheit den 
Reiahthum veuetianischen Lebens zu entfalten c1853J; Margarethe von 
AngonlSme bei ihre1n Bruder, dem gefangenen Franz I.; Lud1oig XIlI. 
und Maria von Medicis von Richelieu überrascht, da sie über seine Ent: 
fernuug sich berathe11 cbei 18l31J; Unterricht des jugendlichen Karlis V. 
durch Erasmus.isJ  Joseph sCaraud schildert mit Vorliebe historische 
Anekdoten aus den Zeiten .Ludtoigs X1V. und XV., in den elegauten Kostüs 
men des Allongenderiickenjahrhund,erts und des Rokoko. So eine Vorstellung 
der Athalie von Racine durch die Fräulein von St. Chr vor Lud1vig X1V. 
C1859I; die Einkleidung der schönen de la Valliere im Karmelitenkloster 
vor einem Kranz reichgelleideter Damen, nachdem ihre Liebschaft mit dem 
.,großen Königs ausgespielt hattezMJ der Abbe Prevost liest bei einer 
Schaufpielerin, die bei ihrer Toilette ihre Freunde empfängt, seinen Roman 
vor; Ludtvig XV. mit der Dnbarrh U. dergl. mehr. Oefters beguügt er 
sich auch mit einfachen Gesellschaftsscenen aus idem 18. Jahrhundert. Er 
kennt wol dessen Geräthe nnd Trachten nnd weiß seine zierlithesfarbeus 
heitere Erscheinnngsweisezn treffen. Sein helles rosiges Kolorit, seine saubere 
Ausführung stimmen damit überein. Doch fehlt es feinen Gestalten an Leben 
nnd namentlich feinen Köpfen an der Annn1th, die wir bei den Frauen jener 
Zeit erwarten.  Erneft Hille1nacher cgeb. 1820J greift gern zu bei 
de1ctsamen Momenten aus dem Leben großer Dichter, Künstler oder Erfinder 
lPouffiu vor Lud1oig XIlI., Gutenberg in seiner Werkstatt, Janus Wart in 
feiner JugeudJ. Doch behandelt er auch das Sittenleben des 19. Jahrg 
hunderts, bald Andächtige um einen Beichtstuhl in St. Peter zu Rom link 
LuxembonrgJ, bald eine Whistpartie im Familienkreise soder Billardspieler 
im Kasfehause. In allen diesen Bildern zeigt sic; eine geschickte und sichere 
Hand, aber auch nicht mehr; sie suchen mehr durch ein stoffliches Interesse 
zu reizen als durch ächt1nalerische Behandlung.  Edmond Leman gibt 
sich namentlich mit dem 17. Jahrhundert ab und bewährt in seinen Bildern 
L 
den Origiualen photogkaphirt von Bingham. 
Beide nach
        

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