Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Literarische und historische Skizzen
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3379847
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3383467
Die Karolingcr. 
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Mosel vorgedrungen waren und raubend und pliindernd 
Rache genommen hatten für die Bedriickungen der Franken. 
Karl lief; sie zwar durch die Ostfranken und Ale1nanneu 
zuriickdrängen, konnte aber, durch den Verlust in den 
Pyrenäen geschwächt, erst im Jahr 779 einen liriegszug 
unternehmen. Er traf bei Bncholt an der Au auf den 
Feind, schlug ihn, drang durch Westfalen bis an die 
Weser vor nnd die alte Spiegelfechterei der Unter1oerfung 
nnd Taufe erfolgte von neuem. Aber schon im folgen: 
den Jahr 780 ging Karl wieder nach Sachsen, durchzog 
das Land nach allen Richtungen, entfaltete seine Macht 
vor den Augen des Volkes, lief; Kreuze errichten, taufen 
und nahm Geiseln der Treue 1nit. 
Nachdem nun Karl seine Herrschaft in Sachsen 
einigermaßen gesichert glaubte, begab er sich noch im 
Herbste desselben Jahres mit Frau und Kindern nach 
Italien und zum Osterfeste des folgenden Jahres nach 
Rom, angeblich um dort zu beten, in Wahrheit aber, 
um mit dem Papste sich über politische Maßregeln zu 
besprechen. Der Papst empfing den Beschützer der Kirche 
mit allen Ehren, erteilte den Söhnen desselben, Pipin 
und Ludwig, die heilige Taufe, salbte und krönte sie, 
ersteren zum Könige der Langobarden, leZteren zum Kö: 
nige in Aquitanien. Die beiden kleinen Könige wurden 
hierauf.in ihre Reiche gebracht, um sich frühzeitig die 
Sitten des Landes anzueignen, über das sie herrschen 
sollten. Eine weitere Folge von Karls Aufenthalt in Rom 
war eine gemeinschaftliche Gesandtschaft des PapfteLs und
        

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