Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Literarische und historische Skizzen
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3379847
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3382952
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Skizzen. 
HiftorEsEhe 
Regierung, unter der Obhut eines tüchtigen Majordomus, 
der Vasaflen Uebermut noch einmal zu brechen suchte und 
durch GerichtssiZiingen dem bedriikkten Volk Luft schaffte. 
Einen Begriff von feiner andern1citigen Güte gibt die 
Erzählung seines: Biographen, er habe einmal zehntausend 
Bulgaren, Männer, Weiber und Kinder, die ihn um 
Niederlassung gebeten, zuerst gastfreundlich einquartieren 
und dann die Sorglofen in einer Nacht al1schlachten 
lassen. Er starb jung 638. Nach seinem Tode bestiegen 
noch elf Könige der merowingischen Rasse den Thron, die, 
ausZgeartet und abgeschwächt, teils vor dem zwanzigsten 
Jahre sterben, teils nicht das dreißigste erreichen und die 
Macht mehr und mehr in die Hände der Hausmeister 
kommen lassen, bis schließlich Pipin, der Sohn Karl 
Martells, 752 den legten Drohnenkönig, Hilderich 
den Dritten, mit geschorenem Haupt ins Kloster schickte, 
den Thron des Fsrankenreichs bestieg und die Dynastie 
der Karolinger gründete.  
IIl. 
Sehen wir nun, wie sich die ,,regenerirendeE christ: 
liche Kirche zu den sränkischen Greueln verhielt. Der 
erste historisch gewisse Bischof von Paris ist Viktorinus, 
der u1n die Mitte des vierten Jahrhunderts, also ungefähr 
anderthalb Jahrhunderte vor Gründung des Frankenreichs, 
lebte. Noch mehrere Jahrhunderte lang lag indessen das
        

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