Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Literarische und historische Skizzen
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3379847
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3382478
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Skizzen. 
LiterarifäJe 
seiner Natur nach der Gerechtigkeit fremd, oder, um mich 
eines milderen Ausdrucks zu bedienen, indifferent ist; daß, 
wenn das Eigentum der Notwendigkeit entspringt, der 
Mensch, das intelligente und freie Subjekt, die blinde 
und Unabänderliche Natur beherrschen muß, wenn er nicht 
von ihr beherrscht werden will; daß, wenn das Eigentum 
als Thatsache oder Ergebnis unserer Fähigkeiten älter ist 
als die Gesellschaft und das Recht, es .nichtsdestoweniger 
seine Moralität im Rechte zu suchen hat, in der Gerechtig: 
keit, die es der Wage unterwirft und außerhalb deren es 
immer ein Gegenstand des Vorwurfs bleiben kann2 Nur 
durch die Gerechtigkeit bedingt, reinigt und macht sich das 
Eigentum achtungswert; nur durch sie bekommt es eine 
bürgerliche Bestimmung, die es von Natur nicht hat, und 
wird ein ökonomisches und soziales Element. 
,,Der Jrrtum derjenigen, welche die Angriffe rächen 
wollten, denen das Eigentums ausgeseHt war, bestand 
darin, nicht gesehen zu haben, daß das Eigentum ein 
Ding, und die Legitimation des Eigentums durch das 
Recht ein anderes Ding ist; darin, mit der römischen 
Theorie und mit der spiritualistischen Philosophie geglaubt 
zu haben: das Eigentum, eine Manifestation des Jchs, 
sei schon dadurch allein heilig, daß es das Jch ausdrücke; 
es sei rechtmäßig, weil es notwendig ist, und das Recht 
wohne ihm inne, wie es der Menschheit selber innewohnt. 
Aber es ist klar, daß dem nicht so sein kann, weil sonst 
das Ich als gerecht und heilig in allen seinen Akten, in 
der rücksichtslosen Befriedigung aller seiner Bedürfnisse,
        

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