Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Literarische und historische Skizzen
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3379847
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3381376
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Literakische 
Skizzen. 
um sodann das Ganze einer gemeinschaftlichen Ueber: 
arbeitung und Feilung zu unterziehen. 
Selbstverständlich steuert zu dieser Kollektivarbeit 
jeder das Seinige seiner Natur gemäß bei, und die 
Eigentiimlichkeit der beiderseitigen Beiträge entspricht der 
Verschiedenheit der beiden Mitarbeiter, wie diese schon 
in deren Namen sich ausprägt. Der blonde, hochstirnige 
Erckmann, träumerisch und empfindsam, brav und 
unpraktisch, ein durchaus germanischer.Typus und des 
Deutschen mächtig, hat eine starke Neigung zum Phan: 
tastisihen, während der schwarzbraune, energisch blickende 
Chatrian, eine ganz gallo:romanische Erscheinung und 
nur des Französischen vollständig kundig, durch einen 
realistischen Zug sich auszeichnet, der nach Schärfe und 
Klarheit strebt. Er spielt, obgleich der jüngere, ein wenig 
die Vorsehung seines Vordermanns und nimmt auch, 
als der praltischere Genosse, den geschäftlichen Teil der 
Schriftstellerei, den Verkehr mit Verleger, Zeitung und 
Druckerei, auf seine Schultern. Ebenso wird ihm wohl 
bei der literarischen Ausführung gewöhnlich der mehr 
allgemeine und logische Teil zufallen, während Erckmann 
mehr die gemütliche Ausnialerei des Details besorgt, deren 
allzu romantische Auswüchse sodann die kritische Schere 
des Realisten auf ein erspries3liches Maß zurückschneidet. 
Selbstverständlich ist diese Verteilung keine streng durchs 
geführte. Wenn auch der phantasievolle Erckmann, der 
alte fahrende Schüler, der Land und Leute seiner Heimat 
weit besser als den  studirt hat Cobwohl
        

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