Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bild und Bauwerke
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3370821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3375965
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Bilder. 
A1idcutschO 
um die traditionelle Lilie sind Maibluinen angebracht, 
welche Zeitblon1 besonders zu lieben scheint und allen 
feinen Marien in den Jungferntopf pflanzt. Die Staffel 
ist mit trefflich gen1alten, charaktervollcn Köpfen auf Gold: 
grund  Christus mit den zwölf Aposteln  gefch1niickt 
nnd enthält auf der hinteren Seite wieder das Schweiß: 
tuch. Doch ist hier die Ausführung dieses an gleicher 
Stelle häufig behandelten Gegenstandes, wenn auch leicht 
gehalten, doch gediegener als auf der Eschacher Predella. 
Der Christ11skopf hat bedentnngsoollere, vergeistigtere Züge 
und die Engel sind ebenso lieblichen Angesichts als herz: 
lichen Aufblicks. Zum Zeichen, wie viel er von diesem 
Werk halte, hat der Künstler auf der Rückseite des Kastens 
inmitten reichen gotischen Lanbornaments sich selber ab: 
gebildet, in der Hand ein Schriftband: ,,Das wert hat ges 
macht bartholon1e zeytblo1n 1naller zu ulm 1497U. J1n 
ganzen zeigen diese Bilder wohldrapirte Gestalten von 
stiller Würde und schlichtem Adel, bei schöner, tiefer, har: 
nionifcher Färbung. Leider wurde der Kopf der begrüf3ten 
Maria von einem iibereifrigen Retoucheur zu einer siif;lich: 
    
Verfchlinnnbesfcrung, von der offenbar das Jesuskind der 
Darstellung auch etwas abbetonnnen hat. Gliicklicheriveise 
blieb die Madonna der Anbetung unverfehrten Charakters; 
So viel uns bekannt, war der Stuttgarter Hofmaler 
Gegenbauer der Missethäter, während an den beiden Jo: 
hannes von Efchach der Augsburger Konservator Eigner 
sich versiindigt hat. Wenn die öffentlichen Galerien
        

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