Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bild und Bauwerke
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3370821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3371554
,,Lorle4 
VIII 
Hasen1ann. 
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siZt zur Madonna. Hasemann hat hier einen trefflichen 
Typus dieser Figur geschaffen, dessen ansprechende Lieblichkeit 
doch aus den Grenzen der kindlichen Natur nicht heraustritt. 
Reizend ist die Scene auf der Wiese, wo Reinhard dem 
wenig entziickten Lorle die Schönheiten des Zittergrases 
vergeblich auseinandersetg,t. Die beiden Liebenden, mitten 
in die Wiesenblumen gepflanzt und trauIich aneinanders 
gerückt, so daß sie eine einzige, gleichsam untrennbare 
Silhouette bilden, machen in ihrer stillen, sonnigen Um: 
gebung den Eindruck seIiger Liebeseinsamkeit. 
Eine äußerst gelungene Komposition unter anderen, 
vielleicht die beste, ist die Abfahrt Lorles nach der Hoch: 
zeit. Vor dem Gasthaus zur ,,LindeU mit seiner hölzernen 
Freitreppe steht die Hochzeitsgesellschaft und die Musikanten 
blasen dem davoneilenden Brautpaar, das in seiner offenen 
Chaise eben noch in der Ferne sichtbar ist, den Abschieds: 
gruß nach. Ueber das Treppengeländer beugt sich neu: 
gierige Jugend und unten auf der letzten Stufe, im 
Begriff, hinaufzusteigen, steht Vroni, Lorles Freundin, 
traurig sinnend, während der nachblickende Wadelesivirt 
sich von seiner vorteilhaftesten Seite präsentirt, und die 
Mutter, trotz, des abgewandten Prosils und der ruhigen 
Haltung, ihren innern Schmerz deutlich erkennen läßt. 
Die ganze Scene ist so sachlich erschaut und lebenswahr 
dargestellt und dabei doch so schön empfunden, daß sie im 
höchsten Grade befriedigt. 
Mehrere der Bilder zeichnen sich durch eine besonders 
gelungene Stimmung aus. So zum Beispiel Reinhards
        

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