Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bild und Bauwerke
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3370821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3374351
Das 
mit 
Louvre 
den 
Tuilcrien. 
311 
III. 
Wenn wir nun zu der ästhetischen Beurteilung des 
Louvre weitergehen, so könnenwir uns nicht verbergen, 
daß dasselbe, auch in kunsthistorischer Beziehung, ein Ge: 
bäude von architektonischer Wichtigkeit ist, welches neben 
augenscheinlirhen Mängeln bedeutende Schönheiten anfzu: 
weisen hat. Seine Geschichte gibt uns hinlänglichen 
Grund, kein einheitliches Kunstwerk in ihm zu suchen, 
das, nach wohlgeordneten: Plane durchgeführt, eine voll: 
ständige Harmonie seiner Teile darbietet. Jn langen 
Perioden, unter mancherlei Regierungen, von verschiedenen 
Baumeistern ausgeführt, konnte seine schließliche Voll: 
endung häufig nur eine mechanische, statt einer organischen 
Einheit erzielen. Bei der Größe des Bauwerks jedoch, 
durch die es von selbst in mehrere Gebäude zerfällt, wird 
dieser Mangel weniger fühlbar, und so, wie es ist, bleibt 
es immer eines der 1nerkwürdigstcn Vaudenk1näler der 
Renaissance. 
Die Architektur des sechzehnten Jahrhunderts, be: 
gleitet von dem gleichzeitigen Aufschwung der Skulptur 
und Malerei, welche die Fesseln byzantinischer Starrheit 
sprengten, steht in entschiedener Verwandtschaft zur Refor: 
1nation, zu dieser Renaissance auf religiöse1n Gebiete. 
Hier wie dort stenimt sich der freie Wille des Judiois 
duums dem absoluten Gesetze des Katholizismns ent: 
gegen. Das Umschlagen der religiösen Stimmung in eine 
weltliche konunt nicht allein in den Skulptnreu Michel
        

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