Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bild und Bauwerke
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3370821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3374122
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BaunJcrkc. 
der Renaissanceperiode verdrängte nach und nach den über: 
sinnlichen Gefiihlsschwindel und an die Stelle der Schwur: 
merei begann die Forschung, an die Stelle krankhafter 
Verhimmelung ein gesunder Realismus zu treten. Diese 
vernunftgemäs;ere Richtung äußerte sich in der Baukunst 
zunächst durch,die Wiederaufnahme der antiken und haupt: 
sächlich römischen Bauformen, die einen durchaus Welt: 
lichen, der religiösen Gotik dia1netral entgegenstehenden 
Geist atmen. 
Die ehrenvolle Ausnahme und königliche Freigebig: 
keit, welche den italienischen Künstlern am Hofe Franz, I 
und Heinrichs II. zu teil wurden, machten die Kunst der 
Reuaissance in Frankreich einheimisch. Für die Verschone: 
rang von Paris thätig, beschäftigte sich Franz I. bald 
auch mit dem Louvre und begann es auszubessern und 
un1zubauen; namentlich ließ er. den großen runden Tarni 
in der Mitte des Hofes .abtragen. Diese Arbeit wurde 
von dem königlichen Dachdecker Jean aux Boeufs am 
28. Februar 1527 infolge eines Vertrags begonnen, 
dauerte vier Monate nnd kostete zweitausendfiinfhundert 
Livrei3. 
Dies war jedoch nur ein ungenügender Anfang, denn 
als 1nan 1539 den nach Paris kommenden Kaiser Karl V. 
im Louvre empfangen wollte, fah man sich genötigt, groß: 
artige Arbeiten vorzunehmen, um eine den beiden Herr: 
schern gemäße Pracht entfalten zu können. Man führte 
notwendige Veränderungen in Beziehung, auf die Ein: 
teilm1g und Einrichtung der Gemächer aus und riß sogar
        

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