Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bild und Bauwerke
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3370821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3373836
Das 
Archivgcbäudc 
in 
Frankfurt. 
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zu erfreulichen: Ausdruck kommt. Als bestin1mender Punkt 
muß der U1nstand hervorgehoben werden, daß hier kein 
unabhängiger Neubau zu konstruiren, sondern alten Bau: 
lichkeiten ein neues Glied einzufügen war. Das Archiv: 
gebäude, neben das Leinwandhaus und den Dom gestellt, 
sollte mit diesen in Harmonie treten, gleichsam ein Mittels 
glied zwischen beiden bilden, und mußte sich vor allem 
hüten, den schmucklosen Dom  mit seinem ungegiebelten, 
nackten Ouerschiff, seinen stoppeligen Anbauten und kahlen 
Mauerflächen,  durch massenhaften Umfang und an: 
spruchsJvollen Schmuck zu erdriicken. So wurde der Archiv: 
ban einerseits im Charakter der Domarchitektur gehalten, 
andererseits durch eine gruppirte Anlage, die ohnehin den 
mittelalterlichen Gewohnheiten entspricht, in der Massen: 
wirknng gemindert. Wie der Baumeister hier die Silhouette 
der alten Stadtwage im allgemeinen wiederherzustellen 
suchte, so knüpfte er überhaupt an die alten Frankfurter 
Monumente nnd die Eigentün1lichkeit ihrer Formen an, 
u1n dem Ganzen den Charakter des heimisch Einheitlichen, 
auf Grund nnd Boden Gewachsenen zu geben. Deshalb 
erinnern die Tragsänlen des Erdgesihoßes und die ganze 
Haltung des Gewölbebans an die untere Halle des Rös 
1ners; wie auch die Teilung der östlichen Fronte in zwei 
Staffelgiebel das Gepräge jenes Bauwerks trägt. 
Was des weiteren die spikzen Fenster der flach ge: 
deckten Archivstile betrifft, so waren hier Rücksichten der 
Einrichtung maßgebend. Man brauchte viel Raum und 
wollte gleichivohl das Archiv nicht ,aus zwei Stockwerke
        

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