Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bild und Bauwerke
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3370821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3373364
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Bauwerk7. 
Jm vierzehnten Jahrhundert war das He1nd, obwohl 
noch nicht die unentbehrliche Grundlage aller Leibes: 
bedeckung, doch schon ziemlich allgemein; nur blieb es  
na1nentlich am Halse, der nackt aus dem Kleide stieg  
am häufigsten unsichtbar. Es war oben weit, ohne 
Kragen, und hatte einen Zug, ungefähr wie noch heute 
das gewöhnliche Frauenhemd. Jn dieser Form kam es 
wohl auch bei geringerer und ,die obere Brust frei lassen: 
der Kleidung zum Vorschein. Die Vornehmeren dagegen 
trugen zu ihren mehr oder weniger ausgeschnittenen Fest: 
gewändern einen feingefälteltenLat3,, nach heutigem Sprach: 
gebrauch eine Chemisette, mit einem Preis nnd einer 
kleinen Krause um den Hals. 
Die knapp anliegenden Hosen waren genähte ,,Bein: 
lingett aus Leder oder starkem Tuch, welche auch den 
Fuß bedeckten und häufig, vermittelst einer aufgenähten 
Sohle, zugleich die Fußbekleidung bildeten  die Tricots 
kamen erst im sechzehnten Jahrhundert aus. Daneben 
wurde jedoch der mehr oder weniger häufig sehr spitzige, 
pantosselartige Schnabelschuh von Samt oder rohem 
Leder getragen. Derselbe war entweder weit ausgeschnitten 
und mit Rüstriemen sestgeschnallt; oder er war ohne 
Riemen, bedeckte den Fußriicken, stieg an der Ferse etwas 
an und hatte seitliche Ausschnitte zum Einlassen des 
Fußes; oder er ging auch bis an die Knöchel, war am 
Ende des Halses etwas umgeschlagen und vom Fußrücken 
an vorn ausgeschnitten. Der Reitschuh hatte die letztere 
Form, nur war er mit. zwei Schnallriemen über den
        

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